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Auto & Verkehr

23. Oktober 2017 | 12:05 Uhr

Autotest : Koleos macht sich schick

vom
Aus der Onlineredaktion

Zweite Generation des Mittelklasse SUV von Renault wächst deutlich und bietet mehr Raum und Komfort.

svz.de von
erstellt am 26.Aug.2017 | 16:00 Uhr

Der erste Renault Koleos war nicht der große Hit im SUV-Markt, in dem sich sonst fast alles wie von selbst verkauft. Wesentlich gelungener wirkt das Design der zweiten Generation, die jetzt zu Preisen ab 30  900 Euro bei den Händlern steht. Der neue Koleos trägt das ausdrucksstarke Markengesicht mit einen Hauch Futurismus, das Heck besticht bei Dunkelheit mit einem prägnanten Lichtdesign. Zudem ist er mit 4,67 Meter deutlich länger als der Vorgänger und überragt auch den kleinen Bruder Kadjar um 22 Zentimeter. Ramm- und Unterfahrschutz vorne sorgen für robuste SUV-Optik.

Für 44  500 Euro gibt es eine „Initiale Paris“-Version mit Leder auf dem Armaturenbrett, beheizten, belüftbaren und elektrisch einstellbare Sitzen vorn, Lenkradheizung, elektrische Heckklappe mit Fußsensor, Bose-Sound-System und Services für Wartung und weitere Bedürfnisse.

Der „Initiale Paris“ stand zur ersten Testfahrt mit dem 177 PS starken Diesel bereit, der seine Kraft an ein stufenloses Automatikgetriebe gibt. Für die Komfortbewusste könnte der Luxus-Koleos eine Spur geschmeidiger auf kurzwellige Verwerfungen reagieren. Das mag allerdings weniger am Fahrwerk als an den mächtigen 19-Zöllern liegen, die der Initiale Paris serienmäßig mitbringt. Und da die meisten Kunden wohl lieber große Räder mögen als das letzte Quäntchen Federungskomfort, geht die Abstimmung zumindest aus Marketingsicht in Ordnung.

Gut strukturiertes Cockpit mit großem Monitor in der Mitte.
Gut strukturiertes Cockpit mit großem Monitor in der Mitte.
 

Platz ist reichlich in allen Koleos-Varianten. Im Fond wird ansehnliche Beinfreiheit geboten. Der Gepäck fasst gute 498 Liter, bei vorgeklappten Rücksitzlehnen 1706 Liter.

Beim fahrdynamischen Kapitel ist die Welt in Ordnung. Die Lenkung mit elektrischer Unterstützung arbeitet akkurat, das Fahrwerk bietet gute sicherheitsreserven. Mit dem kräftigen Selbstzünder unter der Haube marschiert der Koleos leichtfüßig voran. Ein moderater Gasfuß kommt der stufenlosen Automatik entgegen: Beschleunigen bei niedriger Drehzahl mit hohem Drehmoment und relativ langer Übersetzung vermittelt ein Gefühl von Souveränität, das der variable Allradantrieb unterstützt. Bei Vollgas hingegen kann sich die CVT-Lösung den Gummiband-Effekt kaum verkneifen, bei dem die Drehzahl am oberen Ende verharrt, während das Auto beschleunigt.

Assistenten und Infotainment sind reichhaltig: kamera- und ultraschallbasierte Systeme wie Spurhaltewarner, Verkehrszeichenerkennung und Notbremsassistent, Einparkautomatik, Toter-Winkel-Warner und Fernlichtassistent stehen zur Auswahl. Bei allen Koleos ist das bei Renault R-Link-2 genannte Online-Multimediasystem samt Navi und DAB-Radio an Bord. In den höheren Ausstattungssversionen wird es über einen schicken hochformatigen 8,7-Zoll-Touchscreen bedient.

Das Kombiinstrument direkt im Fahrerblickfeld bildet ein TFT-Display mit verschiedenartig darstellbare Tacholayouts – ein bisschen Spielerei muss eben sein. Darüber hinaus bietet die Fahrgastzelle zahlreiche USB-Anschlüsse für die smartphonehungrige Generation.

Daten und Preise: Renault Koleos

Mittelklasse-SUV, Länge/Breite/Höhe/Radstand: 4,67 m/1,84 m/1,67 m/2,71 m, Kofferraumvolumen: 498 -1706 Liter.
1,6-Liter-Turbodiesel: 96 kW/130 PS, maximales Drehmoment: 320 Nm bei 1750 U/min, 0-100 km/h: 11,4 Sek., Höchstgeschwindigkeit 185 km/h, Normverbrauch: 4,6 Liter/100 km, 120 g CO2/km, EU6; ab 30.900 Euro

2,0-Liter-Turbodiesel 4WD: 130 kW/177 PS, 380 Nm bei 2000 U/min, 9,5 Sek., 201 km/h, 5,8 l, 153 g CO2/km, EU6; ab 37.050 Euro.

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