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Auto & Verkehr

25. November 2017 | 10:55 Uhr

Autotest : Kia: ambitionierter Koreaner

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Kia schickt den neuen Rio in der Polo-Klasse ins Rennen. Flottes Design, gute Ausstattung, lange Garantie – und kleine Schwächen

svz.de von
erstellt am 11.Mär.2017 | 16:00 Uhr

Noch ehe im Laufe des Jahres der nächste VW Polo in die Welt entlassen wird, legt Kia mit dem Rio vor. Der neue Koreaner lockt mit Preisen ab 11  690 Euro sowie der bekannten Sieben-Jahres-Garantie.

Dank der langen und hohen Motorhaube wirkt der 4,07 Meterlange Kia Rio bulliger. Klare, gerade Linien und das schnörkellose Heck lassen ihn reifer auftreten. Im geräumigen Innenraum präsentiert sich der Koreaner aufgeräumter und hochwertiger als bisher und, noch wichtiger, auch das Fahrwerk ist erwachsen geworden. Der Neue fährt sich spürbar ausgeglichener und komfortabler, die Lenkung arbeitet präziser als bisher.

Das alles schlägt sich allerdings auch in selbstbewussten Preisen nieder: Zwar punktet die nach wie vor günstige Basis-Version unter anderem mit Bordcomputer, Lichtsensor, Start-Stopp-System, Radio mit USB-Anschluss und Multifunktionslenkrad, doch ist die Einstiegslinie nur für den 84 PS starken 1,2-Liter-Saugbenziner erhältlich. Der ebenfalls frei atmende 1.4er mit 99 PS fängt erst bei 15  090 Euro an, der neue Ein-Liter-Turbo mit 100 oder 120 PS sogar erst bei 16  890 beziehungsweise 19  290 Euro. Letztgenannter fährt dann zwar mit einer ganzen Reihe an Sonderausstattungen wie Notbrems- und Spurhalteassistent, Tempomat, Klimaautomatik, Sitz- und Lenkradheizung, Parksensoren hinten und Rückfahrkamera vor – weit vom VW Polo ist man preislich aber dann nicht mehr entfernt. Wer das einfach zu bedienende Navigationssystem (790 Euro) mit 7-Zoll-Touchscreen auf der Mittelkonsole haben will, muss zur zweithöchsten Ausstattung greifen – oder schnell zur Sonderedition Dream-Team.

Aufgeräumt geht es im Interieur zu.
Aufgeräumt geht es im Interieur zu.
 

Immerhin ist selbst der schwächste Motor anders als bei anderen Herstellern üblich mit der besten Ausstattung kombinierbar und wem es nicht auf Höchstleistungen ankommt, ist hier gut bedient. Mit maximal 173 km/h kann sich der Basis-Rio sogar auf der Autobahn sehen lassen, wo ihm allerdings schon bei geringen Steigungen dann doch die Puste ausgeht. Als Normverbrauch des Saugers nennt Kia 4,8 Liter.

Etwas souveräner zeigt sich der neue, laufruhige Dreizylinder. Die 100-PS-Version kommt auf 4,5 Liter Verbrauch, mit 120 Ps sind es 4,7 Liter. Überdies hält Kia auch noch einen Diesel mit 1,4 Litern Hubraum 90 PS bereit (im Sondermodell Dream-Team vorläufig auch mit 75 PS), der zwar beim EU-Verbrauchstest eine 3 vorm Komma einfährt, aber mit Preisen ab 20  190 Euro wahrscheinlich keine große Rolle spielen wird.

Daten und Fakten

  • Kia Rio
  • 5-sitziger, 4-türiger Kleinwagen,
  • Länge/Breite/Höhe/Radstand: 4,07 m/1,73 m/1,45 m/2,58m,  
  • Kofferraumvolumen: 325 - 980 Liter.
  • Benziner: 1,2-Liter:, 62 kW/84 PS, 
  • 0-100 km/h in12,9 Sek.,
  • Höchstgeschwindigkeit 173 km/h,
  • Normverbrauch: 4,8 Liter,
  • 109 g CO2/km, EU6;
  • Preis: ab 11690 Euro.

1,4-Liter

  • 73 kW/99 PS, 12,2 Sek., 
  • 175 km/h, 
  • 5,0 l, 
  • 114 g CO2/km, EU6;
  • ab 15090 Euro.
  • 1,0-Liter-Turbo: 74 kW/100 PS,
  • 10,7 Sek.,
  • 186 km/h,
  • 4,5 l, 
  • 102 g CO2/km, EU6;
  • ab 16890 Euro (Dream-Team-Edition, sonst 18590 Euro).

1,0-Liter-Turbo

  • 88 kW/120 PS,  
  • 10,2 Sek.,
  • 190 km/h,
  • 4,7 l, 
  • 107 g CO2/km, EU6;
  • ab 19290 Euro.

Diesel 1,4-Liter

  • 66 kW/90 PS, 
  • max. Drehmoment: 240 Nm bei 1500-2000 U/min, 
  • 12,0 Sek.,
  • 175 km/h, 
  • 3,8 l, 
  • 98 g CO2/km, EU6;
  • ab 20190 Euro (Dream-Team-Edition).
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