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Auto & Verkehr

22. November 2017 | 17:53 Uhr

Autotest : Jaguar kann auch Kombi

vom
Aus der Onlineredaktion

Die Engländer bringen den XF Sportbrake neu auf den Markt und dürften mit der Modellerweiterung erfolgreich sein.

Seit jeher setzt der britische Hersteller auf Schönheit, Extravaganz und Individualität. Jaguar, die automobile Katze, ist nach einer Durststrecke Anfang der 2000er-Jahre wieder erfolgreich unterwegs. Weg von Plüsch und Plausch, hin zu Modernität und Komplexität. Wobei schöne Konturen nicht verloren gehen, wie beim neuen Jaguar-Kombi deutlich zu sehen ist.

Vorn überträgt das sportlich anmutende Jaguar–Grill ein Gefühl von Solidität, aber auch Aggressivität. Was bei einem Jaguar ganz in rot besonders zur Geltung kommt. Eine Katze, die nicht nur anbeißt, sondern auch anderen Verkehrsteilnehmern Respekt abverlangt. Der XF Sportbrake ist bis zur B-Säule der Karosserie identisch mit der Limousine, danach aber verlassen die Formen das Althergebrachte. Die Fensterlinie senkt sich, verleiht der Karosserie Dynamik, auch wenn das zu Lasten des Ausblicks der Fondpassagiere geht. Auf der Rückbank, die im XF Kombi reichlich Platz bietet, werden ohnehin nicht immer Mitfahrer sitzen, eher werden die Lehnen der Sitzbank asymmetrisch umgeklappt – was auch über eine Fernentriegelung vom Kofferraum aus möglich ist – und vergrößern dann den Laderaum von 565 auf bis zu 1700 Liter Volumen. Die Beladung durch die elektrisch öffnende Heckklappe funktioniert barrierefrei, der Kofferraum erfüllt so gut wie alle Wünsche. Zwei Golf-Bags passen rein. Jaguar und Golf, das passt. Der Eindruck, das besonders Golfspieler dieser Marke vertrauen, ist nicht einfach so daher geholt.

Viel Platz zum Beladen bietet der geräumige Kofferraum.
Viel Platz zum Beladen bietet der geräumige Kofferraum.
 

Überraschend halten die Engländer zum Diesel. Die Vierzylinder-Selbstzünder liefern von 163 bis 240 PS, ein Dreiliter-V6-Aggregat bringt es gar auf 300 PS. Die je nach Leistungsstufe teils doppelt aufgeladenen Motoren nutzen die SCR-Technik zur Abgasreinigung, spritzen also den Add-Blue genannten Harnstoff zur Verbesserung der Emissionsqualität ein. Rund 18 Liter passen in den Tank für den Diesel-Zaubertrank, das reicht für etwa 8000 Kilometer. Unser Testverbrauch mit der 168 PS-Maschine lag bei 5,8 Liter, beim 240 PS-Modell waren es 7,5 Liter. Einziger Benziner in der Motorenpalette ist ein Zweiliter-Turbobenziner mit 250 PS und 365 Newtonmeter (Nm) Drehmomentspitze, der nach Werksangaben 6,8 Liter Treibstoff auf 100 Kilometer konsumiert. Die Fahrleistungen der Antriebe liegen alle deutlich über 200 km/h Spitze und unter sechs Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 km/h. Besonders spurtstark sind die beiden Diesel-Versionen, die uns überzeugt haben. Nicht nur das schicke Ambiente beeindruckt. Auch die Verarbeitung, das Cockpit mit dem Drehknopf für die Automatikg oder die Innenausstattung insgesamt, dies gilt auch für die Basisversion zum Preis 43 960 Euro.

Daten & Fakten: Jaguar XF Sportbrake

4-türiger, 5-sitziger Kombi, Länge/Breite/Höhe/ Radstand: 4,95 m/2,09 m/2,05 m/1,46 m/2,96m, Kofferraumvolumen: 565-1700 Liter.
Motorisierungen: Moderne Vier- und Sechszylinder Diesel- und Benzinmotoren von 120 kW (163 PS) bis 221 kW (300 PS); Allradantrieb optional erhältlich;Normverbrauch: von 4,0 bis 7,2 l auf 100 km; Schadstoffemission: von 104 bis 163 g CO2/km; Höchstgeschwindigkeit: 229 - 250 km/h; Drehmoment: 380 - 700 Nm; Preise: von 43960 - 69360 Euro

 

 

 

 

Jürgen Muhl

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