Neue Autos für Sie gefahren : Italienische Alternative

Der Alfa Romeo Stelvio kommt serienmäßig mit Allradantrieb.
Der Alfa Romeo Stelvio kommt serienmäßig mit Allradantrieb.

Alfa Romeo hat sein erstes SUV Stelvio besonders sportlich ausgerichtet. Preise ab 47 500 Euro

svz.de von
27. Mai 2017, 16:00 Uhr

Alfa Romeo hat das erste SUV seiner rund 100-jährigen Historie auf den Markt gebracht. Der Stelvio, benannt nach Italiens höchstem Alpenpass, soll der italienischen Sportwagenmarke kräftigen Anschub geben. Die Ingenieure zogen alle Register für eine sportliche Ausrichtung des Stelvio, der mit Preisen ab 47  500 Euro auf Audi Q5, BMW X3 oder Mercedes GLC zielt.

Dazu zählen Leichtbau und die 50:50-Gewichtsverteilung. Viele Teile sind aus Aluminium, die Kardanwelle sogar aus Karbon. Laut Alfa soll der Stelvio mit einem Übersetzungsverhältnis von 12:1 gar die direkteste Lenkung im Segment der Mittelklasse-SUV besitzen. Serienmäßig an Bord ist stets Allradantrieb. Bei normalen Straßenverhältnissen schickt das System 100 Prozent der Kraft zu den Hinterrädern. Beginnen diese Schlupf aufzubauen, wird Drehmoment blitzschnell (bis zu 50 Prozent) an die Vorderräder gegeben.

Keine schlechten Voraussetzungen für ein agiles Fahrverhalten. Noch dazu, wenn unter der Haube der Zweiliter-Turbobenziner mit 280 PS steckt. Der Stelvio hängt prima am Gas, lässt sich leicht und direkt um die Kurven treiben und hält sich mit lästigen Wankbewegungen zurück. Dennoch wird Sportlichkeit nicht dem Komfort geopfert. Auch über schlechte Wegstrecken rollt der Stelvio recht gelassen.

Zudem steht ein Drehschalter zur Verfügung, der die drei Modi „d“, „n“ und „a“ aktiviert. Die Buchstaben stehen für dynamic, natural und advanced efficiency, also Sparmodus. Bemerkbar macht sich das vor allem in der Stellung „d“, der Stelvio reagiert schärfer und spontaner.

Als zweite Motorisierung ist ein 2,2-Liter-Diesel mit 210 PS im Angebot. 470 Newtonmeter Drehmoment ab 1750 U/min verleihen dem Stelvio zwar eine gewisse Souveränität, besser zum Charakter passt dennoch der kernige Turbo-Benziner.

Etwas später will Alfa den Benziner auch mit 200 PS und den Diesel mit 180 PS anbieten. Beide werden ebenfalls die Achtgangautomatik sowie den Allradantrieb an Bord haben. Den Diesel soll es zudem als günstigere Einstiegsvariante mit Heckantrieb geben.

Das Armaturenbrett wirkt klassisch, schlank und reduziert. Typisch sind die sogenannten Tubes, jene tiefe Röhren mit Tacho und Drehzahlmesser. Zwischen ihnen liegt ein TFT-Display, auf denen beispielsweise Reisedaten oder Navigationshinweise abgebildet werden können. Die Italiener gaben sich Mühe, Premium-Ansprüche zu erfüllen. Die Materialien wirken hochwertig, erreichen aber nicht die Qualität und das Finish der deutschen Wettbewerber.

Bei einer Länge von 4,69 Metern bietet der Italiener gute Platzverhältnisse, auch auf der Rückbank. Beim Kofferraum braucht sich Alfas SUV nicht hinter der Konkurrenz zu verstecken. 525 Liter sind mehr als im Mercedes GLC, aber weniger als BMW und Audi bieten. Für Kunden, die Sterne, weißblaue Propeller oder vier Ringe nicht mehr sehen können, ist der erste SUV von Alfa Romeo sicher eine Alternative.

Alfa Romeo Stelvio

4-türiges, 5-sitziges SUV mit Allradantrieb und 8-Stufen-Automatik, Länge/ Breite/Höhe/Radstand: 4,69 m/ 1,90 m (2,16 mit Spiegeln)/1,65 m/2,82 m, Kofferraumvolumen: 525 bis 1630 Liter.

2,0-Liter-Turbobenziner: 206 kW/280 PS, max. Drehmoment: 400 Nm bei 2250 U/min, 0-100 km/h in 5,7 Sek., Höchstgeschwindigkeit: 230 km/h, Normverbrauch: 7,0 Liter, 161 g CO2/km, EU6; ab 49  000 Euro.

2,2-Liter-Turbodiesel: 154 kW/210 PS, 470 Nm bei 1750 U/min, 6,6 Sek., 215 km/h, 4,8 Liter, 127 g CO2/km, EU6; ab 47  500 Euro

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen