SUV-Offensive von VW : Im Herbst kommt der T-Roc

Der getarnte Prototyp des T-Roc lässt knackige Proportionen und scharfe Linien erkennen.
Der getarnte Prototyp des T-Roc lässt knackige Proportionen und scharfe Linien erkennen.

svz.de von
13. Mai 2017, 16:00 Uhr

Jahrelang hat Volkswagen den boomenden SUV-Markt weitgehend ignoriert. Während die Konkurrenz ein Modell nach dem anderen auf die Straße gebracht hat, hatte VW allein den kompakten Tiguan und den großen Touareg im Angebot und geriet dabei ins Hintertreffen: Mercedes hat vom GLA bis zur G-Klasse mittlerweile sieben SUV-Varianten im Rennen, bei BMW sind es fünf und bei Audi vier. Selbst Opel setzt mit einem einzigen SUV Nadelstiche, weil der Mokka X besser ankommt als der Tiguan.

Nun aber bläst VW zum Angriff. Nach dem Motto „wenn schon, denn schon“ steigern sich die Wolfsburger mit einem halben Dutzend neuer Modelle förmlich in einen SUV-Rausch. In den USA wurde mit dem XXL-Modell Atlas und bei uns mit der Aussicht auf den Tiguan Allspace mit drei Sitzreihen erst einmal das obere Ende abgesteckt. Nun folgt eine Klasse unterhalb des Tiguan das Crossover-Modell T-Roc. Technisch eng verwandt mit dem Audi Q2, mit allen Errungenschaften des Modularen Querbaukasten verfügbar und bei etwa 4,20 Metern etwas kürzer als der Golf, zielt er auf das neue Boom-Segment der handlichen SUV.

Dabei setzen die Niedersachsen ähnlich wie Audi beim Q2 auf ein jugendliches Flair, das den noch relativ neuen Tiguan schon wieder alt aussehen lässt. Zwar hat der T-Roc das bei der Showpremiere in Genf 2014 noch vorhandene Targa-Dach eingebüßt und dafür zwei weitere Türen bekommen. Die Tarnfolie der Prototypen kaschiert noch die finalen Konturen, doch man kann knackige Proportionen und schnelle Linien erkennen. Auch im Cockpit will VW mutiger sein und ein wenig Farbe ins Spiel bringen.

So überraschend der Auftritt des T-Roc, so vorhersehbar ist zunächst die Antriebstechnik. VW plant mit den bekannten 1,4-, 1,6- und 2,0-Liter-Triebwerken, die bei den Benzinern zwischen 115 und 190 und bei den Dieseln 115 oder 136 PS leisten werden. Allradantrieb ist dabei anders als bei vielen Konkurrenten gesetzt und damit man ihnen die Aufbruchsstimmung auch abnimmt, liebäugeln die Entwickler bereits mit einer R-Version, die locker Richtung 250 PS marschieren könnte.

Dem T-Roc soll 2018 ein hochbeiniger Ableger des VW Polo folgen. Und wenn es nach Entwicklungschef Frank Welsch geht, dann gibt es im Stil von BMW X4 und X6 auch noch Coupé-Varianten von Tiguan und Atlas. Auch ein Strom-SUV der neuen Submarke ID ist bei VW geplant.

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