Reise Tipp : Gute Planung und Gelassenheit gegen Frust im Stau

Im Stau hilft nur Gelassenheit.
Im Stau hilft nur Gelassenheit.

Um dem Gröbsten zu entgehen, müssen Autofahrer gegen den Strom denken

svz.de von
27. August 2016, 13:55 Uhr

Die Sommerferien enden. Es wird eng auf den deutschen Autobahnen. Doch eine clevere Planung und ein kühler Kopf nehmen den schier endlosen Blechkolonnen den Schrecken.

Um dem Gröbsten zu entgehen, müssen Autofahrer gegen den Strom denken. Die meisten Urlauber machen sich freitags oder aber mit Blick auf den Schulbeginn am letztmöglichen Tag auf den Rückweg. Genau dann startet der vorausschauende Fahrer nicht zur Heimreise. Er fährt früher oder, wenn möglich, verlängert den Aufenthalt am Urlaubsort. Einen kurzfristigen Überblick der am höchsten belasteten Strecken bieten die Verkehrslageberichte im Internet.

Auf der Fahrt können Verkehrsfunk und moderne Navis dabei helfen, die Autobahn rechtzeitig zu verlassen, wenn aufgrund einer Vollsperrung totaler Stillstand droht. In vielen Fällen lohnt es sich aber, kürzere Staus einfach auszusitzen, anstatt sich auf einer ebenso überfüllten Umleitung zu quälen. Auch die Fahrweise entscheidet darüber, ob man entspannt ankommt. „Bei Verkehrsverdichtungen gilt die Devise: Tempo an den Verkehrsfluss anpassen, genügend Abstand halten und den vorausfahrenden Verkehr gut im Blick behalten. Das senkt die Gefahr von Auffahrunfällen“, empfiehlt Dekra-Unfallforscher Jens König. Was ebenfalls hilft, ist ein leicht versetztes Fahren, denn so hat der Fahrer die Bremslichter der weiter vorausfahrenden Fahrzeuge besser im Blick und kann früher bremsen.

Hinter Kurven, Kuppen und Tunnels können jederzeit Staus lauern. In diesem Fall gilt es, frühzeitig und zügig zu bremsen, die rückwärtigen Fahrzeuge zu beobachten und den Warnblinker einschalten. Außerdem macht es Sinn, beim Heranfahren bereits daran zu denken, dass womöglich eine Rettungsgasse gebildet werden muss, denn nicht selten ist ein Unfall Ursache des Staus. Stehen die Autos erst einmal Stoßstange an Stoßstange, ist das Rangieren schwer.

Einige Dinge sind im Stop-and-go-Verkehr zu vermeiden. Das ständige Wechseln der Spur zum Beispiel. Experten rechnen bei zäh fließendem Verkehr mit einem Zeitverlust von etwa einer Minute pro Kilometer. Der Gewinn durch Spurwechsel sei hingegen minimal bis Null. Zudem erhöhen Kolonnenspringer die Unfallgefahr und die Wartezeit für alle, weil Unruhe im Verkehr zu mehr Bremsmanövern und dementsprechend einer Verlängerung des Staus führt. Das Gaffen nach Unfällen auf der Gegenspur lenkt ab, sorgt für Rhythmusstörungen in der gesamten Kolonne und ist schlicht unanständig. Geradezu gemeingefährlich ist das Wenden auf der Autobahn. Ebenso verboten ist das Befahren des Standstreifens, und sei es auch nur ein paar hundert Meter. Daher gilt es, kühlen Kopf zu bewahren und das Unabwendbare gelassen über sich ergehen zu lassen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen