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Sicherheit : Gut behütet: Tipps rund um den Fahrradhelm

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Der Fahrradhelm ist in Deutschland kein Muss. Wer dennoch lieber mit Helm radelt, sollte einige Dinge wissen, um den bestmöglichen Schutz zu erzielen.

Der Fahrradhelm ist in Deutschland kein Muss. Wer dennoch lieber mit Helm radelt oder seine Kinder damit ausstattet, sollte einige Dinge wissen, um den bestmöglichen Schutz zu erzielen. Gunnar Fehlau vom Pressedienst Fahrrad gibt Antworten auf Fragen zum Helm.

 

Was macht einen guten Fahrradhelm aus?
In qualitativ hochwertigen Helmen findet sich neben dem CE-Prüfzeichen und der Größenangabe auch das Herstellungsdatum. Das ist wichtig, weil mit der Alterung die stoßabsorbierende Wirkung der Hartschaumstoffschicht nachlassen kann. Was die Schale betrifft, ist ABS-Kunststoff robuster als das dünnere, leichtere Polycarbonat. Ganz wichtig: Der Helm muss perfekt zur Kopfform passen, darf nicht zu stramm und nicht zu locker sein. Er sollte mittig auf der Stirn sitzen, sich also weder nach unten noch nach oben von der Stirn ziehen lassen. Zwischen Kinnriemen und Kiefer sollte höchstens ein Fingerbreit Luft bleiben.

Wie viel Geld müssen Radler investieren?
Helme für unter 50 Euro bedeuten laut Fehlau in der Regel deutliche Kompromisse bei Qualität, Passform, Haltbarkeit und Sicherheit. Radler sollten für einen guten und komfortablen Helm eher um die 100 Euro kalkulieren.

Wann sollte man den Kopfschutz austauschen?
Wenn der Helm bei einem Unfall auf den Boden aufschlägt oder einfach nur aus der Hand rutscht und auf den Asphalt knallt, sollte er ersetzt werden. Denn dabei können sich feine Risse bilden, die die Schutzwirkung verringern. Turnusmäßig schaffen sich Radler am besten alle fünf Jahre einen neuen Helm an, weil die Hartschaum-Schutzschicht mit der Zeit porös wird und die Dämpfungseigenschaft dadurch nachlässt.

Können Kinder aus Helmen rauswachsen?
Ja. Deshalb sollten Eltern ab und zu überprüfen, ob der Helm noch richtig sitzt. Bei Kindern ist die Anschaffung eines neuen Helms etwa alle zwei Jahre sinnvoll. Vom Gebrauchtkauf rät Fehlau wegen möglicher Vorschäden, die auf den ersten Blick nicht sichtbar sind, grundsätzlich ab.

Braucht der Helm Pflege?
Staub und Schweiß werden am besten regelmäßig mit Wasser und etwas milder Seife abgewaschen. Scharfe Reiniger können das Material angreifen und die Struktur des Schutzhelms schwächen.

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