Ford Mondeo : Gurt und Airbag werden eins

Gut geschützt mit Airbag-Gurt
Gut geschützt mit Airbag-Gurt

Der neue Ford Mondeo bietet eine Fülle von unfallvermeidender Assistenten. Darunter sind auch Airbags, die in die Sicherheitsgurte integriert sind.

svz.de von
24. April 2015, 14:22 Uhr

Vormals der Oberklasse vorbehaltene Sicherheitssysteme sind heute auch in bürgerlichen Automobilen erhältlich. Der neue Ford Mondeo zum Beispiel bietet eine Fülle von unfallvermeidender Assistenten. Als einziger seiner Klasse lässt er sich jedoch im Fond mit Airbags ausstatten, die in die Sicherheitsgurte integriert sind.

Die Ziele sind ambitioniert: Bis 2020 will die EU-Kommission die Zahl der Verkehrstoten gegenüber dem Jahr 2010 halbieren. Volvo will bis dahin dafür Sorge tragen, dass niemand mehr in einem neuen Volvo schwer oder gar tödlich verletzt wird. Die traditionellen Sicherheitssysteme, also Gurt und Airbag, sind dabei etwas aus dem Fokus verschwunden, denn zu groß waren die Fortschritte bei jenen Systemen, die die Folgen eines Unfalls nicht mildern, sondern einen Unfall vermeiden sollen.

Wenn es doch kracht, schützen Knautschzonen und speziell geformte Bugpartien nicht nur die Menschen im Auto, sondern auch die außerhalb des Autos. Airbags, Kopfstützen und Sicherheitsgurte samt Gurtkraftbegrenzer und Vorspannmechanismus vermeiden Verletzungen oder mildern Unfallfolgen.

Auch die traditionellen Sicherheitssysteme lassen sich noch optimieren. Ford bietet für den neuen Mondeo Gurtairbags für die zwei äußeren Rücksitze an. Das sind Sicherheitsgurte mit integrierten Airbags, die sich innerhalb von nur 40 Millisekunden mit Gas füllen und dadurch eine Art Luftpolster um den eigentlichen Gurt legen. Durch diesen Luftschlauch verteilen sich die auf den Oberkörper einwirkenden Kräfte auf eine um den Faktor fünf größere Fläche.

Der Druck auf die Rippen – und damit die Gefahr von Rippenbrüchen – nimmt also ab. Auch für die Nackenmuskeln und die Wirbelsäule verläuft ein Aufprall sanfter, denn der aufgeblasene Gurt fängt den nach vorn schleudernden Kopf früher auf. Dadurch sinkt die Gefahr von Verletzungen der Halswirbelsäule. Die treten nicht nur bei Frontalkollisionen häufig auf, sondern auch bei Heckkollisionen. Denn nachdem der Kopf beim ersten Impuls nach hinten geschleudert wird, schwingt er in einer Gegenbewegung nach vorn. Prinzipiell ist so eine Gurtairbag natürlich auch für die Sitze von Fahrer und Beifahrer denkbar. Der Gewinn an Schutzwirkung wäre jedoch eher gering. Schließlich werden die im Falle eines Unfalls ja von den Frontairbags im Lenkrad und im Armaturenbrett geschützt.

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