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Neue Autos für Sie gefahren : Golf wird digital

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Volkswagen überarbeitet seinen Bestseller in der Kompakt-Klasse. Viel Neues bei Infotainment und Assistenz

Weltweit bestellt alle 40 Sekunden jemand einen VW Golf. Dennoch musste der unbestrittene König der Kompakten Federn lassen: 2016 ging der Absatz in Deutschland im Vergleich zu 2015 um 15 Prozent zurück. Die Nummer Sieben ist allerdings schon seit 2012 auf den Markt und der Diesel-Skandal blieb auch nicht ohne Wirkung.

Zeit also, den Bestseller mit einer Auffrischung zu stärken. An der Karosserie ändert sich nichts. Stoßfänger und Grill wurden leicht modifiziert, Voll-LED-Scheinwerfer sind in den höheren Ausstattungslinien serienmäßig, LED-Rücklicht in allen Versionen.

Weitaus mehr hat sich innen getan. Ein 9,2 statt 8,0 Zoll großer Monitor dominiert die Mittelkonsole, wenn die Topversion des Infotainments „Discover Pro“ für 2385 Euro installiert ist. Erstmals in der Kompaktklasse gibt es eine Gestensteuerung für die Auswahl der Musiktitel oder des Radiosenders. In unserem Test war die Gestensteuerung allerdings teilweise unberechenbar. Auf den klassischen Drehknopf unten links vom Display verzichtet man bei dieser Variante gänzlich. Auch die Bildschirme der übrigen Versionen wachsen von fünf auf 6,5 Zoll bzw. von 6,5 auf 8,0 Zoll, alle mit wesentlich höherer Auflösung. Wie Passat und Tiguan bekommt künftig auch der Golf das virtuelle Kombiinstrument. Das „Active Info Display“ (665 Euro) zeigt je nach Wunsch die Navi-Karte oder die Instrumente groß an. Mit „CarNet“ baut Volkswagen seinen eignen App-Store in das Infotainment ein. Kleine Programme und Schnittstellen rücken das Fahrzeug auch digital in den Alltag. „Das vernetzte Auto ist in der Golfklasse angekommen“, sagte VW-Entwicklungsvorstand Dr. Frank Welsch. Ob und wie die neuen Technologien tatsächlich genutzt werden entscheidet der Käufer selbst. In jedem Fall habe VW deinen Kunden mit diesem Update aber den „Schlüssel zur digitalen Welt mitgegeben“, so Welsch.

Beim Fahrverhalten und Komfort markiert der Golf nach wie vor die Spitze des Segments. Gleiches gilt für die Antriebsvielfalt. Sie reicht vom kleinen Dreizylinder-Benziner TSI über den Erdgasantrieb bis zum Plug-in-Hybrid und einem Elektromotor. Neu ist der 1,5-Liter-Vierzylinder-Benziner mit 150 PS und einem Normverbrauch von 4,9 Liter.

Auch bei den Assistenzsystemen dürfte der Golf die Messlatte im Segment um ein weiteres Stück nach oben gelegt haben. Im Stau oder im Stop&Go-Verkehr fährt er teilautonom. Bei 17  850 Euro startet das Golf-Programm, doch schon der neue 1.5 TSI überspringt mit dem neuen 7-Gang Direktschaltgetriebe und virtuellem Cockpit die 30  000-Euro-Marke. Wer dann noch schicke Felgen, weitere elektronische Helfer, Ledersitze und Panoramadach ordert, kann den Grundpreis auch leicht verdoppeln. Erst recht beim Top-Modell GTI, der mit 245 PS nochmals 15 Punkte an Leistung hinzugewinnt und den Normverbrauch um 0,3 Liter nach unten korrigiert.

Daten & Preise: VW Golf

4-türiger, 5-sitziger Kompakter, Länge/Breite/Höhe/Radstand: 4,26 m/ 1,79 m/1,49 m/ 2,62 m, Kofferraum: 380 bis 1270 Liter.

1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner: 63 kW/85 PS, 0-100 km/h in 11,9 Sek., Höchstgeschwindigkeit: 180 km/h, Normverbrauch: 4,8 l/100 km, 108 g CO2/km, EU6; ab 17  850 Euro.

1,5-Liter-Vierzylinder-Benziner: 7-Gang-DSG, 110 kW/150 PS, 8,3 Sek., 216 km/h, 4,9 l, 112 g CO2/km, EU6; ab 24  750 Euro.

1,6-Liter-Vierzylinder-Diesel: 85 kW/115 PS, 11,9 Sek., 184 km/h, 4,1 l, 106 g CO2/km, EU6; ab 22  200 Euro.

 

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