Im Test : Ford Mustang GT: Die amerikanische Legende

Cooler Auftritt in Mambagrün: Ford Mustang GT.
Cooler Auftritt in Mambagrün: Ford Mustang GT.

Wir testen die neueste Auflage der Sportwagen-Ikone

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07. November 2015, 18:00 Uhr

Es gehört etwas Mut und Benzin im Blut dazu, sich für diese motorisierte Legende zu entscheiden. Wer mit diesem Auto vorfährt, fällt auf. Weder optisch noch akustisch gibt sich der Ford Mustang dezent. Der US-Sportwagen ist jetzt erstmals ganz offiziell in Deutschland zu haben. Die neueste Auflage der Ikone kommt nicht mehr über graue Kanäle nach Europa.

Unser Testwagen in Mambagrün erinnert ein wenig an Steve McQueens Mustang im Film „Bullit“ von 1968. Eine spektakuläre Verfolgungsjagd trug viel zum Ruf des „Ponycars“ bei: Muskulös, rebellisch, aggressiv. Auch die 6. Generation trägt trotz moderner Linien unverkennbar die Gene des Ur-Mustangs. Das kommt an – der Ford-Renner war im ersten Halbjahr 2015 mit mehr als 76  000 Einheiten der meistverkaufte Sportwagen der Welt.

Kein Wunder: Das Auto ist nicht nur cool, auch der Preis pro PS ist kaum zu schlagen: Bummelig 100 Euro. Das gilt für die Version mit dem uramerikanischen V8-Motor. Ab 42  000 Euro gibt es nicht nur 421 PS, sondern einen mindestens so spektakulären Auftritt wie mit einem Ferrari. Dazu sind Klimaanlage, Xenon-Licht, ein Audio-System und Ledersitze serienmäßig an Bord.

Und natürlich Fahrspaß ohne Ende. Aber Achtung. Der Mustang verlangt eine kundige Hand und eine gewisse Reife. Ein bulliges Drehmoment von bis zu 530 Nm fällt über die Hinterachse her. Den beherzten Tritt aufs Gaspedal quittiert der Mustang auf nasser Fahrbahn schon mal mit einem Schwänzeln des Hecks. Schnelle Kurven auf der Landstraße oder Autobahnabfahrten verlangen Wachsamkeit.

Der Mustang ist ein Fahrerauto, nach Gewöhnung aber berechenbar und nicht mehr so tückisch wie seine Ahnen. Starrache und Blattfedern sind passé. Eine moderne Mehrlenkerachse und eine präzise Lenkung machen den Ami handlich und agil. Das Fahrwerk bietet verschiedene Modi, auch einen komfortablen, der zum entspannten Cruisen einlädt.

Ab 37  000 Euro gibt es noch eine zivilere Basisversion mit einem 317 PS starken Vierzylinder. Die Optik ist genauso sensationell, die Leistung nicht schmächtig, nur diesen süchtig machenden V8-Bollersound kann der „kleine“ Mustang natürlich nicht bieten.

Ford Mustang GT Fastback
2-türiges, 4-sitziges Coupé, Länge/Breite/Höhe/Radstand: 4,78 m/ 1,92 m/1,38 m/2,72 m, Kofferraum: 408 Liter, Leergewicht: 1720 kg. - 5,0-Liter-V8-Benziner mit 310 kW/421 PS bei 6500/min, max. Drehmoment: 530 Nm, 0-100 km/h: 4,8 Sek., Spitze 250 km/h, Verbrauch: 13,5 l Super auf 100 km, 299 g CO2/km, ab 42  000 Euro.

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