Ford Ecosport : Ford hört auf seine Kunden

Ein leicht tiefergelegtes Fahrwerk fördert die Agilität des Ford Ecosport.
Ein leicht tiefergelegtes Fahrwerk fördert die Agilität des Ford Ecosport.

Zahlreiche Anregungen zu Verbesserungen beim kleinsten SUV umgesetzt. Neuer Dreizylinder mit 140 PS kommt Anfang 2016.

svz.de von
14. November 2015, 16:00 Uhr

Nur knapp zwei Jahre nach dem Start in Deutschland verpasst Ford dem Ecosport ein Facelift. Dazu kommen Verbesserungen an Fahrwerk und Lenkung sowie mehr Wertigkeit im Innenraum. Dabei hat Ford auf seine Kunden gehört. Die Erstausgabe des Ecosport hatte eine Reihe von Kinderkrankheiten. Es gab zahlreiche Anregungen von Kunden, die im Zuge des Facelifts umgesetzt wurden. Häufigster Kritikpunkt: Das an der Heckklappe angebrachte Reserverad. Also weg damit, rein in den Kofferraum. Dadurch wird der Ecosport 25 Zentimeter kürzer und beim Rangieren handlicher.

Neu ist das optionale Sync2-Infotainment-System mit Freisprecheinrichtung und Notruf-Assistent. Unter anderem Apps und Musik-Streaming sind hier per Sprachbefehl steuerbar. Navigationssystem, Rückfahrkamera und ein DAB-fähiges Audio-System sind in Kürze bestellbar.

Die Motoren- und Getriebeabstimmung wurde zugunsten eines verbesserten Drehmoments im unteren Geschwindigkeitsbereich überarbeitet. Auch bei den Fahrgeräuschen konnten mit einer besseren Dämmung der Türen und des Instrumententrägers deutliche Verbesserungen erreicht werden.

Drei nach Euro 6 eingestufte Motoren stehen zur Wahl: Zwei Benziner und ein Diesel, der um fünf auf 95 PS erstarkt und auf einen Normverbrauch von 4,6 l/100 km kommt. Bislang spielte der Selbstzünder wie in dieser Fahrzeugklasse üblich mit nur knapp sechs Prozent Anteil eine untergeordnete Rolle. Als Basis fungiert ein 1,5-Liter-Vierzylinder-Benziner mit 112 PS ab 17  990 Euro, attraktiver ist aber der 1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner mit 125 PS ab 18  990 Euro mit 5,4 Litern Verbrauch laut Datenblatt. Bei unserer Testfahrt kam das Triebwerk auf laut Bordcomputer mit knapp sieben Litern Super pro 100 km aus. Ab Anfang 2016 wird es auch eine Variante des Ecoboost-Dreizylinders mit 140 PS in Verbindung mit der neuen Ausstattungslinie Ecosport S geben. Die hebt sich optisch durch ein schwarz lackiertes Dach und 17-Zoll-Aluräder ab. Auch bei Dämpfern und ESP-Abstimmung haben die Ingenieure zugunsten einer höheren Agilität nochmals Hand angelegt. Der Normverbrauch wird voraussichtlich bei 5,5 l/100 km liegen, Preise nannte Ford noch nicht.

Als besondere Stärke im Ford Ecosport erweist sich das Fahrverhalten. Das schon vor der Modellpflege gute Fahrwerk und die elektro-mechanische Servolenkung wirken nochmals verbessert. Zielsicher lässt sich der Wagen durch Kurven dirigieren und gibt dem Fahrer jederzeit eine gute Rückmeldung. Die Federung ist straff, aber nicht unkomfortabel. Für die Kraftübertragung ist standardmäßig ein manuelles Fünfgang-Getriebe zuständig.

Fazit: Ein im Preis-Leistungsverhältnis attraktives Auto ist dieser Ecosport. Geeignet für den mittelgroßen Geldbeutel.

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