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Auto & Verkehr

19. November 2017 | 00:36 Uhr

Fiat 124 Spider : Flotter Italiener

vom
Aus der Onlineredaktion

Fiat erinnert mit dem neuen 124 Spider an die Sportwagen-Legende der 1960er Jahre. Gelungene Kooperation mit Mazda

svz.de von
erstellt am 03.Sep.2016 | 16:00 Uhr

hat lange auf ein zweisitziges Cabrio verzichtet. Nun weckt der neue 124 Spider Erinnerungen an eine Sportwagen-Legende, die vor 50 Jahren die Herzen der Freunde offener Sportwagen höher schlagen ließ – mit einer klassischen Form und Heckantrieb. Diesen Faden nimmt Fiat jetzt endlich wieder auf. Und sehr konsequent. Zum Beispiel mit dem sechseckigen Kühlergrill, den Powerbuckeln der Motorhaube und den typischen waagrecht angeordneten Rückleuchten. Und den Heckantrieb gibt es auch wieder.

Insofern hat Fiat alles richtig gemacht. Zumal der Entwicklungspartner Mazda heißt, wo der erfolgreichste Roadster aller Zeiten entsteht. So läuft der 124 Spider mit seinem japanischen Bruder, dem neuen MX-5, in Japan gemeinsam vom Band. Beim Antrieb setzt Fiat auf den eigenen 1,4-Liter-Turbo, der längs eingebaut mit sportlichen 140 PS aufwartet. Dazu passt die elektrisch unterstützte Lenkung, mit der sich der Spider zielgenau über kurvige Landstraßen zirkeln lässt. Das manuelle Sechsgang-Getriebe fügt sich harmonisch ein, ist über einen extrem kurzen Schaltstock knackig zu bedienen. Das maximale Drehmoment von 240 Newtonmeter erlaubt es, beim Cruisen im hohen Gang im Verkehr auf der Landstraße mitzuschwimmen. Der Sprint von Null auf Hundert ist schon nach 7,5 Sekunden erledigt, die Höchstgeschwindigkeit bei 217 km/h erreicht.

Mit einer sensationell einfach zu bedienenden Mechanik lässt sich das Stoffdach in wenigen Sekunden von Hand öffnen und schließen. So soll es sein, das schafft kein elektrischer Antrieb fürs Verdeck. Die offene Dachkonstruktion ruht platzsparend hinter den Überrollbügeln in einer Mulde und nimmt dem Kofferraum keinen Platz weg. Das wäre allerdings auch dramatisch, denn das Gepäckfach ist mit einem bescheidenen Volumen von 140 Liter weit davon entfernt, als Raumwunder gepriesen zu werden.

Auch Fahrer und Beifahrer sitzen eher beengt beisammen. Erst bei offenem Dach geht es nicht nur buchstäblich luftiger zu. Aber auch das passt gut zu einem agilen Roadster, der mit 4,06 Meter Länge und 1,74 Meter Breite wenig Verkehrsfläche verbraucht. Die Preisliste startet bei 23  990 Euro für das Basismodell, der etwas üppiger ausgestattete 124 Spider Lusso ist ab 26  490 Euro zu haben.

Für rund 40  000 Euro ist der 124 Spider Abarth zu haben. Der bietet mit 170 PS, 232 km/h Höchsgeschwindigkeit und eine Beschleunigung von 6,8 Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 km/h reichlich Dampf. Der Abarth ist äußerlich an den aggressiveren Front- und Heckspoilern, den imposanten Auspuffrohren und den in mattschwarz gehaltenen Hauben für Motor- und Kofferraum zu erkennen. Das komplett auf Sport getrimmte Fahrwerk samt Sperrdifferential an der Hinterachse machen den Abarth zu einem völlig anderen Auto, das durchaus als preiswertere Alternative zu Porsche Boxster oder BMW Z4 gesehen werden kann.

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