Autoest: VW T-Roc : Fast alles Gold, was glänzt

Beim Design des T-Roc zeigt sich Volkswagen ungewöhnlich mutig.
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Beim Design des T-Roc zeigt sich Volkswagen ungewöhnlich mutig.

Mit dem T-Roc geht Volkswagen ungewohnte neue Wege und fährt gut damit

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03. März 2018, 16:00 Uhr

Der Nachbar, ein jüngerer Mensch mit Kenntnissen aus der Autowelt, fragt, ob er denn nicht einmal kurz „mit dem goldenen Sprinter“ – wie er sagt – um die Ecke fahren dürfe. Darf er. Und kommt nach nur einer Viertelstunde Ausfahrt begeistert wieder. „Ich glaube, den kauf ich.“ Ich kann dem netten Rendsburger nur beipflichten. Der neue T-Roc ist ein Spaßmacher. Besonders im goldenen Outfit. In dem der VW-Sprössling gut aussieht. Ein goldenes Auto: Da gehen die Meinungen auseinander. Mit dem T-Roc platziert Volkswagen ein für Wolfsburger Verhältnisse gewagtes Modell im Boom-Markt der kompakten SUV. Der 4,23 Meter lange Golf-Ableger tritt kernig auf und hebt sich deutlich von der Verwandtschaft ab.

Der T-Roc hat das Zeug, dem Golf Kunden abzujagen. Nicht nur die von der SUV-Klientel geschätzte höhere Sitzposition könnte dabei eine Rolle spielen, er sollte auch jüngere Käufer locken können, denen der Golf zu spießig ist. Mit seiner coupéartigen Seitenansicht, einer C-Säule ähnlich einem Targa-Bügel und dem sportlichen Heck bringt der Neue reichlich frischen Wind in die Golfklasse.

Bunt ist er auch noch. Elf Haupt- und drei Dachfarben lassen in 24 Kombinationen mixen, auch das Armaturenbrett ist in der jeweiligen Außenfarbe zu haben. Es muss ja nicht gerade das Gold-Schwarz wie bei unserem Testwagen sein. Egal, wer dieses Fahrzeug in Augenschein nimmt. Gold wird schnell zum Thema. Weniger die inneren und guten Werte.

Und davon hat er eine ganze Menge. Der Kofferraum des T-Roc bietet mit 445 Litern Volumen deutlich mehr mehr als der Golf (380 Liter).

Infotainment und Vernetzung und sind im neuen VW-SUV auf aktuellem Stand bis hin zum induktiven Laden des Handys und der Möglichkeit, Online-Dienste zu buchen. Ein digitales Auto.

Wir erlebten den 150-PS-TDI mit Allrad und Doppelkupplungsgetriebe als harmonische und völlig ausreichende Antriebsoption für den T-Roc. Er fühlt sich auf der Straße so solide an, wie man es von VW gewohnt ist, lässt sich flott durch Kurven dirigieren. Bei allem Fahrspaß in schneller Gangart kommt der Komfort nicht zu kurz. Das Fahrwerk reagiert auf auf Knopfdruck und passt Dämpfer und Servolenkung an – und bügelt auch schlechten Untergrund glatt.

Um die sechs Liter Diesel verbrauchte unser Testwagen – das geht in Ordnung. Die Farbe hat ja nichts mit dem Verbrauch zu tun. Fast alles Gold, was an diesem VW glänzt.

Daten und Preise

VW T-Roc 2.0 TdI 4Motion

5-türiges, 5-sitziges Kompakt-SUV, Allradantrieb, 7-Gang-DSG, Länge/Breite/Höhe/Radstand: 4,23 m/ 1,82 m/1,57 m/ 2,59 m, Gepäckraum: 445 – 1237 Liter.
2,0-Liter-Turbodiesel: 110 kW/150 PS, 0-100 km/h in 8,4 Sek., Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h, Normverbrauch: 5,1 Liter/100 km, 134 g CO2/km, EU6; ab 31 825 Euro (Handschalter ab 29 875 Euro / Basis-Modell mit 115-PS-Benziner ab 20 390 Euro).

Jürgen Muhl

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