Fahrspaß „oben ohne“ garantiert

Trabi auch 'oben ohne' schick
Trabi auch "oben ohne" schick

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13. Januar 2008, 03:37 Uhr

Im Februar 1995, bei einem Besuch meines Bruders in Rostock, schaute ich nicht schlecht, als ich auf einem Nachbargrundstück einen schwarzen Trabant P 50 entdeckte. Bei näherer Betrachtung bemerkte ich, dass sich das Ende der Einflugschneise für die schwarzen Hühner des Nachbarn (Kohlehändler) als Loch im Dach des Trabant befand. Damit erklärte sich auch die ungewöhnlich schwarze Farbe des Wagens, es war Kohleruß.
Da ich 1985 meine Karriere als Rallyefahrer beim MC Tourist Schwerin beendete (Beginn mit P 50, später P 601) und mein halbes Leben an diversen Trabanten geschraubt habe, war nach längerer Abstinenz das Trabantfieber erneut ausgebrochen.


Eine Flasche Jägermeister und 500 Arbeitsstunden für den Trabi
Kurz entschlossen und nach zähen Verhandlungen über den Gartenzaun wechselte der Trabant und eine Flasche Jägermeister die Besitzer. Laut vorhandenem Kfz-Brief handelte es sich um einen P 60 Baujahr 1961. Der „Hühnerstall“ war in einen erbärmlichen Zustand und komplett ausgeschlachtet. Bei der über 500 Stunden andauernden Restaurierung gewann der Fahrspaß im „offenen Auto“ gegenüber der Herstellung des Originalzustandes (großes Loch im Dach). So habe ich ihn kurzerhand zum Cabrio umgebaut. Mit dem dann 1996 zugelassenen Trabi nehme ich bis heute zusammen mit meiner Frau als Co-Pilotin an Oldtimer-Rallyeveranstaltungen in der Region teil und wir genießen die Fahrt durch unser schönes Mecklenburg „oben ohne“.

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