Sicherheit am Steuer : Fahren mit Anhänger

Deichselverbindung geprüft, Ladung gesichert – so kann es losgehen.
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Deichselverbindung geprüft, Ladung gesichert – so kann es losgehen.

Der Bremsweg kann sich um fast 50 Prozent verlängern.

svz.de von
04. Juli 2015, 16:00 Uhr

Hänger dran – Transportproblem gelöst. Was oft nicht unterschätzt wird: Hänger-Fahren birgt gewisse Risiken, etwa beim Bremsen. Der Bremsweg kann sich mit beladenem Anhänger um fast 50 Prozent verlängern. Auch wenn nur so viel zugeladen wird wie erlaubt, steht das Gespann nach einer Vollbremsung aus 80 km/h erst nach 46 Metern, das sind 15 Meter mehr als ohne Anhänger. Was also tun? Vorsichtig fahren und genügend Abstand halten, raten Experten. Das Überladen des Anhängers kann die Situation noch einmal dramatisch verschärfen. Und: Der der Anhänger kann leichter ausbrechen oder ins Schlingern geraten. Dann helfen nur noch sofortiges Gaswegnehmen und gefühlvolles Abbremsen.

Unzureichende Ladungssicherung, überalterte Reifen, zu schnelles Fahren: Die Liste der Gefahrenquellen lässt sich fast beliebig erweitern. Wer Probleme mit dem Rückwärtsfahren und Rangieren hat, sollte laut Dekra eine kleine Übungseinheit auf einem geeigneten, wenig frequentierten Parkplatz absolvieren, bevor er sich ins Verkehrsgeschehen stürzt.

Neben dem festen Sitz der Anhängerdeichsel und der Kabelverbindung für die Elektrik müssen vor der Abfahrt Blinker, Brems- und Rücklichter, die zulässige Anhängelast des Zugfahrzeuges und der Reifendruck kontrolliert werden. Bei der Verteilung der Beladung gilt die Regel: Schwere Teile nach unten und in die Mitte. Die Stützlast der Anhängekupplung muss eingehalten und die Ladung gut gesichert werden.

Und es braucht für den Gespannbetrieb natürlich auch die passende Lizenz zum Ziehen: Bei Anhängern bis 750 kg zulässige Gesamtmasse genügt der Pkw-Führerschein Klasse B. Der Anhänger darf auch schwerer sein, die Kombination aus Zugfahrzeug und Hänger aber nicht mehr als 3500 Kilo auf die Waage bringen.

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