Endstation Schrottplatz

Nicht jeder Alttrabi rettet sich als Ausstellungsstück vor dem Schrottplatz
Nicht jeder Alttrabi rettet sich als Ausstellungsstück vor dem Schrottplatz

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13. Januar 2008, 03:36 Uhr

Mein erstes Auto – einen orangefarbenen Trabi – bekam ich im Jahr meiner Scheidung über die GENEX-Geschenkdienst GmbH Berlin (ohne Wartezeit). Am 24.06.1977 konnte ich ihn aus Neubrandenburg abholen. Meine vier Kinder und ich waren überglücklich – der Trabi war unser Heiligtum.


Freiheit in der DDR
Er bedeutete innerhalb der DDR ein Stück Freiheit – Bewegungsfreiheit. 16 Jahre tat er treu und brav seine Dienste. Bei anfallenden Reparaturen konnte ich mit meinen ersparten Westdevisen, die ich von Verwandten aus der BRD während ihres Besuches bei mir bekommen hatte, die Autoschlosser „bestechen“ und hatte so immer ein rollendes Auto.

Endstation für meinen vielgeliebten Trabi war der Schrottplatz in Ziethen bei Ratzeburg, wo er entsorgt wurde, sogar mit Nummernschild (siehe Foto). Es tat sehr wehr und ich war unendlich traurig. Zu allen weiteren Autos, die ich danach hatte, bestand nicht so ein „menschlicher Kontakt“.

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