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Auto & Verkehr

20. November 2017 | 09:01 Uhr

Autotest : Ein Zweier für sieben

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Der BMW 2er Gran Tourer wildert im Revier der familientauglichen Großraumvans – Premiumklasse mit 190 Diesel-PS für 36 100 Euro.

Ob Mercedes, Audi oder BMW – einen richtig praktischen Van vom Format eines VW Touran oder eines Renault Grand Scénic haben sie alle nicht im Sortiment. Ein familientaugliches Auto, das notfalls auch mal sieben Personen Platz bietet, ohne als schwerfälliger SUV daherzukommen. Eine Lücke, die nun BMW mit dem 2er Gran Tourer schließen will.

Gerade haben wir uns an den 2er Active Tourer gewöhnt, kommt auch schon der 21 Zentimeter längere und fünf Zentimeter höhere Gran Tourer zu den Händlern. Der Radstand ist um elf Zentimeter gewachsen, der hintere Überhang um zehn Zentimeter. Die zweite Sitzreihe lässt sich serienmäßig um 13 Zentimeter verschieben. Für 790 Euro Aufpreis gibt es eine dritte Sitzreihe, die sich im Boden des Kofferraums versenken lässt. Um zu den beiden hinteren Plätzen zu gelangen, lassen sich die mittleren Sitzlehnen umklappen. Großgewachsene Menschen müssen sich dazu ein bisschen in Gymnastik üben. Kinder dürften sich jedoch auch auf längeren Touren ganz hinten wohlfühlen. Der Kofferraum schrumpft dabei jedoch auf ein Minimum zusammen.

Wer aber viel zu transportieren hat und die Familie zuhause lassen kann, klappt die Fondsitzlehnen um und freut sich über ein Gepäckvolumen von 1905 Litern – mehr als bei jedem anderen BMW.

Für den Einstiegspreis von 26  950 Euro bekommt der Gran-Tourer-Käufer nur den 216i, dessen Dreizylinder-Benzinmotor aus 1,5 Liter Hubraum 100 PS herausholt. Damit dürfte im vollbesetzten Wagen keine BMW-typisch zügige Fortbewegung möglich sein. Immerhin wiegt der 216i schon leer 1465 Kilogramm.

Deutlich dynamischer geht der 220d ans Werk, mit 190 Diesel-PS für 36  100 Euro. Mit Allradantrieb und komfortabler Acht-Gang-Automatik steigt der Grundpreis auf 40  200 Euro. Der fährt sich dann wirklich wie ein BMW – dank breiter Spur, einer präzisen Lenkung und einem austarierten Fahrwerk. Wer keinen Diesel braucht, bekommt für 32  450 Euro den 220i mit 192 PS, muss aber von Hand durch die sechs Gänge schalten.

Bei der Gestaltung des Innenraums haben die BMW-Designer an viele praktische Details gedacht. Alle Insassen verfügen über Becherhalter, in die endlich auch 1,5-Liter-Flaschen passen. An der Rückseite der Vordersitze sind Klapptische angebracht. Alle Ablagefächer zusammengerechnet, ergeben sich 40 Liter Stauraum – ungewöhnlich viel für einen Hersteller, von dem wir sonst Autos wie Maßanzüge gewohnt sind. Und weil BMW weiß, dass man über Kinder die Eltern ködert, haben sich die Münchner gleich noch ein digitales Unterhaltungsangebot für die Kleinen einfallen lassen. Mit Hilfe der „My Kidio“-App können sie Filme vom BMW-Server herunterladen und auf ihren iPads anschauen. Das letzte Wort über das Unterhaltungsprogramm hat aber der Beifahrer.

 

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