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Auto & Verkehr

21. November 2017 | 05:42 Uhr

Dacia Duster : Ein SUV für Sparfüchse

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Der Dacia Duster überzeugt auch als Gebrauchter / solide Werte in der Pannenstatistik

Eigentlich ist er ein Paradox auf Rädern: Der Dacia Duster ist ein SUV, das nicht auf Image und Prestige setzt.

Eine hohe Sitzposition und die Option auf Fahrten ins Gelände gehören bei dem Rumänen trotzdem zum Lieferumfang. Und dank der bewährten Renault-Technik, die zum Einsatz kommt, ist der Duster auch gebraucht recht zuverlässig. Ausfälle gibt es bei der ersten Kfz-Hauptuntersuchung (HU) in erster Linie bei der Beleuchtung.

Hier fällt der Duster laut dem „TÜV-Report 2015“ häufiger negativ auf. Etwas öfter als im Durchschnitt gleichaltriger Autos verzeichnen die Prüfer auch schadhafte Federn und Dämpfer sowie verschlissene Auspuffanlagen. Davon abgesehen schlägt sich das Günstig-SUV laut dem „TÜV-Report“ aber passabel.

Den Pannendienst müssen Duster-Fahrer, deren Fahrzeuge aus den ersten Baujahren 2009 und 2010 stammen, laut dem ADAC nur selten in Anspruch nehmen. Bei späteren Baujahren sieht es nicht mehr ganz so rosig aus.

Die Helfer mussten oft wegen ausgefallener Batterien ausrücken. Auch defekte Anlasser und Steuerketten seien auffällig. Defekte an Scheinwerfern, Zündkerzen und am Motormanagement waren weitere Schwachstellen.

Mit Allradantrieb ausgerüstet, eignet sich der Duster durchaus für gröberes Geläuf. Und bei dem niedrigen Einstands-Preis von 10  490 Euro fragt sich sicher mancher, ob sich der Gebrauchtkauf überhaupt lohnt. Das günstigste Modell mit Allradantrieb steht schon mit 15  490 Euro in der Liste und rollt dann in der Topausstattung Prestige vom Hof des Händlers.

Unter der Haube arbeitet dann ein 1,6-Liter-Benziner mit 77 kW/105 PS. Nicht mit Allradantrieb zu haben ist der kleinere, aber kräftigere 1,2-Liter-Benziner (92 kW/125 PS). Das Diesel-Angebot reicht von 63 kW/86 PS bis 81 kW/110 PS. Wobei die Leistung der schwächeren Version des 1,5-Liter-Motors schon früh auf 66 kW/90 PS gesteigert wurde. Hier gibt es nur den stärkeren Motor mit Allradantrieb.

Für einen Duster mit dem Basisbenziner des Baujahres 2010 müssen Interessenten laut Schwacke noch etwa 6600 Euro einplanen. Er hat dann etwa 68 200 Kilometer auf dem Tacho. Ein Allrad-Modell wie der Duster 1.6 16V 4x4 Ambiance desselben Baujahres wird mit 7950 Euro gelistet. Das Topmodell unter den Benzinern, der TCe 125 4x2 Prestige von 2013, kostet laut den Marktbeobachtern noch rund 12  250 Euro, bei einer Laufleistung von etwa 31  450 Kilometern.

Wer sich für einen Diesel-Duster interessiert, kann ab etwa 7000 Euro fündig werden. Dafür gibt es den dCi 85 4x2 Ambiance von 2010 mit rund 94 900 Kilometern Laufleistung. Ein dCi 110 4x2 Laureate von 2012 kostet laut Schwacke rund 10  800 Euro (63  700 Kilometer). Das obere Ende der Preisskala für gebrauchte Duster liegt bei 14  150 Euro für einen dCi 110 Prestige des Baujahres 2013 (46  450 Kilometer).

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