Luxus-SUV: VW Touareg : Ein sauberes Kraftpaket

Das Interieur erreicht gewohnt hohes Niveau.
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Das Interieur erreicht gewohnt hohes Niveau.

Volkswagen präsentiert den neuen Touareg und setzt auf Stärke, Schadstoffarmut und Luxus

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19. Mai 2018, 16:00 Uhr

„Wieso neu?“, fragt der Hotelportier am Eingang der „Kaiserlodge“ im österreichischen Scheffau am Fuße des „Wildern Kaisers“. Dort, wo Franz Beckenbauer und andere wichtige Zeitgenossen gern beim „Stanglwirt“ speisen. Der Portier hat nicht genau hingesehen. Denn der neue Touareg ist schon sehr deutlich von seinem Vorgänger zu unterscheiden. Vielleicht nicht auf den ersten Blick. Auf den zweiten aber schon. Vorn und hinten noch ein wenig bulliger. Ein Kraftpaket eben. Der VW Touareg will Stärke demonstrieren. Das muss er auch. Ist doch der Touareg nach dem Aus des Phaeton das einzig verbliebene Luxus-Auto der Wolfsburger.

Die dritte Generation des großen SUV kommt in einer Phase, in der die Volkswagen-Manager von Nervosität geprägt sind. Zur Bewältigung des Abgas-Skandals benötigen sie schnell neue Modelle. Als Antrieb steht zunächst ein Sechszylinder-Diesel mit drei Litern Hubraum zur Verfügung, der in zwei Leistungsstufen mit 231 und 286 PS angeboten wird. Beide Varianten erfüllen die neueste Abgasnorm Euro 6d-Temp und sollten damit in Sachen Stickoxid auch in der Praxis sauber sein. Also – Volkswagen kann es. Warum erst jetzt?

VW hat bislang nur den Preis für die Variante mit dem stärkeren Diesel bekannt gegeben, er liegt bei 60 675 Euro. Diese Version, die in Deutschland wohl am meisten verkauft werden wird, stand uns zu ersten Testfahrten zwischen Salzburg und Kitzbühel zur Verfügung. Der Touareg ist um acht Zentimeter auf 4,88 Meter in der Länge gewachsen. Das bringt nicht nur den Passagieren mehr Platz, auch der Laderaum legt um über 100 auf 810 Liter zu.

Für den kräftigen Aufpreis von 3500 Euro gibt es das sogenannte Innovision-Cockpit. Und so weiter. So steigt der Grundpreis von 61 000 Euro im Handumdrehen auf 90 000 Euro. Erst dann hat man einen Luxus-Touareg. Der beim Fahren überzeugt:
Ein kaum zu hörender Diesel,
eine fein arbeitende Achtgang-Automatik, eine exakte Lenkung und fest zupackende Bremsen sorgen für höchstes Reiseniveau. Wer etwas schleppen möchte, hat richtig gewählt: 3,5 Tonnen Anhängelast sind möglich. Nutzen doch 60 Prozent aller deutschen Touareg-Besitzer das Fahrzeug auch als Zugwagen.
Volkswagen wirbt damit, dass der Touareg gar eine Boeing 747 – also den Jumbo Jet – aus einem Hangar ziehen kann. Und auch dabei nicht zu viel Stickoxid ’rausbläst. Wenn das doch Martin Winterkorn in seiner Zeit als Volkswagen-Boss noch hätte verkünden dürfen.

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