Klassiker : Ein Rennwagen war 2017 der teuerste Oldtimer

Für den Aston Martin DBR1  von 1956 wurden 22,55 Millionen Dollar gezahlt.
Für den Aston Martin DBR1 von 1956 wurden 22,55 Millionen Dollar gezahlt.

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06. Januar 2018, 16:00 Uhr

2017 hat sich die Preisentwicklung bei hochwertigen Oldtimern etwas beruhigt. Für seltene Autos zahlen Sammler allerdings weiterhin Rekordsummen, wie für den 1956er Rennwagen DBR1 von Aston Martin, der mit 22,55 Millionen Dollar der teuerste Klassiker in diesem Jahr war. Für die Top-Ten der hochpreisigen Pretiosen haben Käufer 127,7 Millionen Dollar (100 Mio. Euro) gezahlt, wie aus der Statistik der Marktbeobachter von Classic-Analytics aus Bochum hervorgeht. 90 Auktionen mit mehr als 6000 Fahrzeugen haben die Oldtimer-Experten ausgewertet.

„Die Zahlungsbereitschaft für wirklich seltene Autos ist ungebrochen. Viele Sammler halten aber echte Pretiosen derzeit zurück, bis die Gesamtstimmung am Oldtimermarkt wieder besser ist“, sagt Classic-Analytics-Chef Frank Wilke. Fünf der zehn teuersten Fahrzeuge sind Rennwagen, darunter der Spitzenreiter: Der Aston Martin DBR1 war eigens für das Langstreckenrennen von Le Mans entwickelt worden. Er ist gleichzeitig der teuerste jemals verkaufte britische Oldtimer. Weitere Rekorde für die jeweilige Marke setzten der 1995er McLaren F1 auf Rang drei (15,6 Mio. Dollar) und der 1970er Porsche 917k aus Steve McQueens legendärem Autofilm „Le Mans“ auf Rang fünf (14,1 Mio.). Einziges Vorkriegsauto in den Top-Ten ist der Bugatti Typ 57S Cabriolet Vanvooren von 1937 (Platz neun, 7,7 Mio.).

Bereits in die Riege der Klassiker aufgestiegen ist ein jüngerer Rennwagen: Mit 7,5 Millionen Dollar liegt Michael Schumachers Formel-1-Ferrari aus der Saison 2001 auf Platz zehn der teuersten Klassiker 2017. In den Top-Ten stehen noch sechs weitere Autos aus Maranello. Die Plätze zwei (250GT LWB California Spider, 18 Mio. Dollar), vier (275 GTB/C, 14,5 Mio.), sechs (LaFerrari Aperta, 10 Mio.), sieben (250GT LWB California Spider, 9,5 Mio.) und acht (250GT SWB, 8,3 Mio.) sind ebenfalls von Ferrari belegt.

Leicht gesunken sind laut Classic-Analytics vor allem Preise für Volumenmodelle von Ferrari und Porsche aus den 80er und 90er Jahren. Geschäftsführer Wilke: „Hier haben die Käufer gemerkt, dass diese Autos nicht so selten sind wie es ihnen manche Händler weismachen wollten.“

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