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Auto & Verkehr

24. November 2017 | 01:19 Uhr

Auto : „Downspeeding“ spart Sprit

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Moderne Motoren und Getriebe verkraften untertouriges Fahren.

„Downspeeding“ heißt das neue Zauberwort beim Sprit sparen: Hoher Gang bei geringer Geschwindigkeit und damit bei ganz niedrigen Drehzahlen. Früher führte das zum Abwürgen, mindestens zum starken Stottern des Motors. Heute verrichten handgeschaltete Kompaktautos mit dieser Methode ruckelfrei ihre Arbeit.

Downspeeding gibt es aber auch bei Oberklassenfahrzeugen mit Automatik-Getrieben, wo sie mit Geschwindigkeiten bis 70 km/h und niedriger Motordrehzahl zwischen 1000/min bis 1250/min in der sechsten Gangstufe problemlos fahren. Auf der Autobahn genügen für Tempo 130 km/h etwa 2100 U/min. Diese Autos verbrauchen im Alltagsverkehr meist weniger als 5 Liter/100 km Kraftstoff – und das ohne Einbußen an Fahrqualität.

Das Problem bestand bisher in dem unrunden, schwingungsbelasteten Motorlauf bei niedrigen Touren. Der Mercedes S 300 BlueTec Hybrid 7G-Tronic Plus und der A6 Avant 2.0 TDI ultra S    tronic zum Beispiel aber glänzen auch im Downspeeding-Betrieb mit Fahrkomfort. Und das liegt an einem Trick bei der Kraftübertragung. Das Geheimnis ist ein Fliehkraftpendel, das eine Kraft entgegen der Drehrichtung des Motors erzeugt und so Drehschwingungen ausgleicht.

Auch in der Golfklasse sparen zwei neue franzöische Kombi-Modelle mittels Downspeeding. Zwar nicht mit Pendel und dem hohen Komfort wie bei Audi und Mercedes, aber der Peugeot 308 SW e-HDi FAP 115 und der Renault Mégane Grandtour Energy dCi 130 verbrauchen im Alltagsbetrieb nur 4,6 l/100 km.

Der massigste Pkw der Downspeeding-Beispiele ist auch der effektivste: Mit nur 5,1 l/100 km begnügt sich der Mercedes S 300 BlueTec Hybrid 7G-Tronic Plus. Und das, obwohl er mit fast 2,1 Tonnen Leergewicht zwölf Zentner mehr auf die Waage bringt als die 0,5 Liter weniger verbrauchenden Franzosen.

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