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Neue Autos für Sie gefahren : Die ungleichen Brüder

vom
Aus der Onlineredaktion

BMW schickt die 2er aufgefrischt in den Handel. Coupé und Cabriolet bereiten auf jeweils ganz eigene Art Vergnügen.

BMW hat die 2er-Reihe überarbeitet. An der Erscheinung von Cabriolet und Coupé mit ihren perfekten Proportionen gab es wenig zu tun. Ein Update auf serienmäßige LED-Scheinwerfer war fällig, der „Blick“ wurde etwas geschärft. Besonders nachts fällt das nun eckige Design der Leuchtelemente auf. Eine leicht vergrößerte Niere und neu geformte Luftöffnungen betonen optisch die Breite des sportlichen Duos.

Ansonsten stehen neue Lack-Farben, Felgen und Polsterungen zur Wahl. Im Cockpit fallen die modifizierten Rundinstrumente und die stärkere Ausrichtung auf den Fahrer auf. Konnektivität und Infotainment wurden ausgebaut und aktualisiert. Das Smartphone lässt sich in den 2ern auch induktiv laden, es gibt verbesserte Verkehrsinfos und über eine eingebaute SIM-Karte schnelles Internet für bis zu zehn Geräte. Das auf 8,8 Zoll vergrößerte hochauflösende Display über der Mittelkonsole reagiert nun auf Berührungen, aber noch nicht auf Gesten – etwas Abstand zu den höheren Baureihen muss ja bleiben.

Auf der Straße indes bleibt der 2er den großen BMW-Brüdern locker auf den Fersen, zumindest als M240i xDrive Coupé oder Cabrio. Unter der langen Haube steckt ein Sechszylinder-Turbo mit 340 PS, den wir im geschlossenen 2er probierten und dabei atemberaubende Fahrleistungen erlebten. Das Allrad-Coupé katapultiert sich in 4,4 Sekunden auf Tempo 100 und danach lässt der Schub von 500 Nm Drehmoment lange nicht nach. Bei 250 km/h greift die Selbstbeschränkung – aber man spürt, dass noch einiges drin wäre. Das stramm abgestimmte Sportfahrwerk bringt die Power sicher auf die Straße, solange der Sport-Plus-Modus nicht aktiv ist. Der macht noch mehr Freude, sollte aber abgesperrten Pisten vorbehalten bleiben, wenn nicht ein kundiger Fahrer am Lenkrad sitzt. Alles reagiert schärfer, nur das ESP ist toleranter und gestattet dem Heck ein gewisses Eigenleben. Mindestens 51  100 Euro sind für die Allradversion anzulegen, der reine Heckantrieb im M240i ist mit 49100 Euro auch nicht viel billiger.

Hier die Fahrmaschine, dort der Cruiser: Das Cabrio stand als 220d zur Testfahrt bereit. Der offene 2er bereitete ebenfalls Vergnügen, aber mit einen gänzlich anderen Charakter. Er harmonierte wunderbar mit dem 190 PS starken Diesel, der samtig läuft und selbst bei zurückgeklapptem Textildach nur schwer als Selbstzünder zu identifizieren ist. Hier stehen Komfort und Fahrdynamik in einem ausgewogenen Verhältnis. Das 220d Cabrio verleitet zum entspannten Gleiten, zeigt bei Bedarf aber auch ausreichendes Temperament. Ohnehin stehen für Cabrio und Coupé acht bzw. neun Antriebsvarianten zur Wahl – da wird sich für jeden Geschmack etwas finden. Allerdings nicht für jeden Geldbeutel. Die fast makellosen 2er sind ein teures Vergnügen.

 

Daten & Preise

BMW 220d Cabriolet
4-sitziges Cabrio, Länge/Breite/ Höhe/Radstand: 4,43 m/1,77 m/1,41m/ 2,69 m, Kofferraum: 280 bis 335 l.

2,0-l-Turbodiesel mit 8-Gang-Automatik:140 kW/190 PS,  max. Drehmoment: 400 Nm bei 1750 bis 2500 U/min, 0-100 km/h in  7,4 Sek.,  Höchstgeschwindigkeit: 225 km/h, Normverbrauch: 4,1l/100 km,  108 g   CO2/km, EU6; ab  41100 Euro (außerdem sieben weitere  Antriebsvarianten  von 136  bis 340 PS, teils mit Allradantrieb, zu Grundpreisen von 34200 bis 55500 Euro).

BMW M240i  xDrive Coupé
4-sitziges Coupé, Länge/Breite/ Höhe/Radstand: 4,43 m/1,77 m/ 1,42 m/2,69 m, Kofferraum: 390 Liter.     

3,0-l-Reihensechszylinder-Benziner: 250 kW/340 PS,   500 Nm bei 1520 bis 4.500 U/min,   4,6 Sek., 250 km/h, 7,1 l/100 km, 163 g   CO2/km, EU6; ab  51100 Euro (sieben weitere Varianten von 136 bis  252 PS, ab 29750 Euro bis 49100 Euro, außerdem M2 mit 370 PS ab 59500 Euro).

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