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Autos im Test: Alfa Romeo : Die schnelle Giulia

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Alfa Romeo erweitert Mittelklasse-Baureihe um das Modell Veloce. Benziner mit 280 PS und Diesel mit 210 PS

svz.de von
erstellt am 26.Jan.2017 | 14:44 Uhr

Alfa Romeo erweitert die Limousinen-Baureihe Giulia um die Version Veloce (schnell). Sie knüpft an die Giulietta von 1956 an, die den gleichen Beinamen trug und für ausgeprägte Sportlichkeit stand. Ein 2,2-Liter-Diesel mit 210 PS oder ein 2,0-Liter-Benziner mit 280 PS befeuern den allradgetriebenen Viertürer.

Neben den Versionen Giulia, Sport und Quadrifoglio macht die Giulia Veloce Alfas Mittelklasse-Baureihe zu Preisen von 46  800 Euro für den Diesel und 47  800 Euro für den Benziner nun also zum Quartett. Der optische Auftritt geht als sportlich elegant durch, 18 Zoll große Leichtmetallräder und Xenon-Scheinwerfer setzen Akzente. Das Interieur gewinnt durch umfangreiche Serienausstattung. Feines Leder auf den angenehmen Sportsitzen und am Armaturenbrett verleihen ihm den Anspruch gehobenen italienischen Lebensstils, eine elektrische Einstellung der beheizten Vordersitze ist ebenfalls mit von der Partie.

Die beiden angebotenen Vierzylinder verleihen der rund 1600 Kilo wiegenden Giulia beachtliche Fahrleistungen. 6,8 Sekunden braucht der Diesel für die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h, in nur 5,2 Sekunden erledigt der Benziner diese Übung. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 235 und 240 km/h. 4,7 Liter genügen dem Selbstzünder für 100 Kilometer, der Benziner braucht 6,2 Liter.

Fein eingerichtet ist das Cockpit.
Fein eingerichtet ist das Cockpit.
 

Dank der sehr sanft, aber passgenau schaltenden 8-Gang-Automatik steht in jeder Fahrsituation genügend Schub bereit. Nur wer eine noch sportlichere Gangart wünscht, muss die Übersetzungen über Schaltwippen am Lenkrad manuell wechseln – oder den dynamischen der drei Fahrmodi der Giulia wählen.

Der Allradantrieb mit variabler Kraftverteilung gehört beim Veloce-Modell zur Serienausstattung. In normalen Fahrsituationen leitet er 100 Prozent des Antriebsmoments zur Hinterachse. Die präzise Lenkung bleibt dann frei von den Krafteinflüssen des Motors, die Giulia fährt sich agil wie ein Hecktriebler mit verhaltenem Hang zum Übersteuern. Reicht die Traktion der Hinterräder nicht, werden bis zu 50 Prozent der Antriebskräfte zu den vorderen Rädern geleitet. Das hilft in Kurven mit wenig Grip oder auf verschmutzter Fahrbahn, die Giulia wird quasi um die Biegung herumgezogen.

Die Zahl der Assistenten an Bord ist überschaubar. Das Halten der Spur wird kontrolliert, ebenso die Kollisionsgefahr. Dann springt die Notbremse ein, die auch Fußgänger erkennen soll. Rückfahrkamera und Parkpilot sind außerdem im Angebot. Auch beim Infotainment spielt die Giulia nicht in der ersten Liga – sie will kein Smartphone mit Rädern, sondern gerade als Veloce eine fahraktive Sportlimousine sein. So soll sie der einst so kraftvollen Marke Alfa Romeo wieder auf die Beine helfen. Das bisherige Angebot war, abgesehen von Giulietta und Mito weder marken- noch marktkonform und hat viele ehemalige Kunden verprellt. Mit Exoten wie dem Coupé Brera und dem misslungenen Spyder – beide mit Frontantrieb – konnten die wahren Alfisti nichts anfangen.

Alfa Romeo Giulia Veloce

  • 4-türige, 5-sitzige Sportlimousine,
  • Allradantrieb,
  • Länge/Breite/Höhe/Radstand: 4,56 m/ 1,86 m/1,44 m/2,82 m,
  • Kofferraum: 480 Liter.

2,0-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner:

  • 206 kW/280 PS,
  • max. Drehmoment: 400 Nm bei 2250 U/min,
  • 0-100 km/h in 5,2 Sek.,
  • Höchstgeschwindigkeit: 240 km/h,
  • Normverbrauch: 6,4 l/100 km,
  • CO2-Emission: 152 g CO2/km, EU6;
  • ab 47. 800 Euro.

2,2-Liter-Vierzylinder-Turbodiesel:

  • 154 kW/210 PS,
  • 450 Nm bei 1750 U/min.,
  • 0-100 km/h in  6,8 Sek.,
  • Höchstgeschwindigkeit:235 km/h,
  • Normverbrauch: 4,7 l/100 km,
  • CO2-Emission: 122 g CO2/km, EU6;
  • ab 46. 800 Euro


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