Jaguar im test : Die Kleine Katze kann’s auch

Jaguar E-Pace: Das „Katzenbaby“ macht einen kräftigen Eindruck.
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Jaguar E-Pace: Das „Katzenbaby“ macht einen kräftigen Eindruck.

Das kompakte SUV E-Pace ermöglicht den günstigsten Einstieg in die Jaguar-Welt

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22. September 2018, 16:00 Uhr

Auf Youtube sind Katzenbabys die Renner schlechthin. Das könnte sich nun vielleicht auch auf die Straße übertragen. Seit einigen Monaten ist der Jaguar E-Pace unterwegs, mit 4,40 Metern Länge die kleinste unter den britischen Katzen. Das SUV als „Baby“ zu bezeichnen, ist allerdings doch ein wenig despektierlich, denn der E-Pace weckt mit seiner attraktiven Erscheinung nicht nur Sympathien, sondern auch Respekt.

Gedrungen und muskulös fordert er BMW X1, Audi Q2 oder Mercedes GLA heraus und bietet mit Preisen ab rund 35 000 Euro die günstigste Möglichkeit, einen Jaguar zu fahren. Unser Testwagen war ein Modell der höheren Kategorie namens E-Pace D240 AWD, was für den 240 PS starken 2,0-Liter-Diesel, kombiniert mit Neun-Gang-Automatik und Allradantrieb in HSE-Ausstattung steht. Dafür rufen die Briten dann schon 52 700 Euro auf.

In der Premiumliga

Auch das Katzenbaby spielt ganz klar in der Premium-Liga. Der Innenraum ist sorgfältig und hochwertig eingerichtet, hier wurde nicht gespart. Naturgemäß geht es etwas enger zu als bei der großen Verwandtschaft. Das Cockpit ist auf den Fahrer zugeschnitten, der neben einer sehr ausladend geratenen Mittelkonsole Platz nimmt. Die Bewegungsfreiheit für alle Insassen ist ausreichend, hinten sitzt man überraschend komfortabel. Der Laderaum mit 577 Litern Volumen kann sich sehen lassen.

Bei der Bedienung hat sich Jaguar in den vergangenen Jahren verbessert. Das Meiste erschließt sich nach kurzer Gewöhnung. Die Konnektivität ist auf der Höhe der Zeit, ebenso die Navigation mit Echtzeitverkehrsinfos. Leider ist der Pfadfinder nicht per Sprachbefehl bedienbar. Es gibt vier 12-Volt-Steckdosen, fünf USB-Schnittstellen und einen 4G starken WiFi-Hotspot für bis zu acht Endgeräte. Der E-Pace-Chauffeur wird von digitalen Armaturen und einem Head-Up-Display auf dem Laufenden gehalten.

Verbrauch in der Praxis bei etwa acht Litern

Der Diesel mit 500 Newtonmetern Drehmoment verleiht dem Kätzchen Sprungkraft. In 7,4 Sekunden sind aus dem Stand 100 km/h erreicht. Der Vierzylinder untermalt seine Performance unter Last mit kernigem Schnurren, ansonsten läuft er geschmeidig und geräuscharm. Der Normverbrauch liegt bei 6,2 Litern, wir benötigten in der Praxis 7,5 bis 8,0 Liter, was nicht supersparsam ist.

Viel Freude bereitet das Fahrwerk, das klarmacht, dass man einen Jaguar bewegt: Straff genug für schnelle Kurven, aber auch komfortabel beim entspannten Gleiten.

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