Der Trabant war nur ein Anhänger

Trotz Massenproduktion lange Wartezeiten
Trotz Massenproduktion lange Wartezeiten

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13. Januar 2008, 03:43 Uhr

Die Wartezeiten für unser Kultauto „Trabant“ waren bekannt: zwölf bis 14 Jahre. Schon deshalb war dieses Auto kostbar und heiß begehrt. Rechtzeitig meldete man sich an, ob das Geld zu diesem Zeitpunkt vorhanden war oder nicht. Schließlich war Zeit genug zum Sparen. So machten auch wir es. Gleichzeitig hatten wir eine Anmeldung für einen Autohänger in der Warteschleife. Auch darauf musste man vier bis fünf Jahre warten.

Anhänger ohne Auto
Eines Tages die große Überraschung. In der Post war die Auslieferungskarte. „Hurra, unser Trabant ist da!“ Aufgeregt hielten wir die Karte in der Hand. Am Tag der Abholung fuhr mein Mann morgens mit dem Zug die 60 Kilometer nach Schwerin. Zurück wollte er stolz mit dem Auto kommen.

Um 17 Uhr läutete das Telefon – wir waren damals schon in der glücklichen Lage, einen Anschluss zu besitzen. „Hallo, Schatz, kannst du dir ein Auto mit Hängerkupplung besorgen? Du musst mich abholen. Ich stehe am Obotritenring mit unserem neuen Anhänger.

Unsere Auslieferung betraf nicht den Trabant, sondern den Anhänger. Wir hatten die Benachrichtigungskarte nicht sorgfältig gelesen. Die Freude war trotzdem groß und wir konnten herzlich darüber lachen.

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