Porsche : Der neue Cayenne muss vorerst ohne Diesel auskommen

Das Design des Porsche Cayenne wurde behutsam überarbeitet.
Das Design des Porsche Cayenne wurde behutsam überarbeitet.

svz.de von
09. September 2017, 16:00 Uhr

Porsche startete mit dem Cayenne vor 15 Jahren in eine glänzende Erfolgsserie. Die Sportwagenmarke schrieb als SUV-Hersteller Absatzrekorde. Im Dezember erscheint die dritte Generation – mit einem Handicap. Im Angebot für das Edel-SUV findet sich zunächst kein Diesel, obwohl gut 80 Prozent der deutschen Kunden bislang diesen Antrieb wählten.

Porsche-Chef Oliver Blume erklärt dazu: „Wir halten uns alle Optionen offen, was den Einsatz von Dieseltriebwerken betrifft.“ Man dürfe den Diesel nicht verteufeln, auch im Hinblick auf die CO2-Ziele, so Blume. Porsche selbst baut keine eigenen Diesel, wurde aber durch die Verwendung von Audi-Aggregaten mit in die Affäre um manipulierte Abgaswerte hineingezogen.

Der jetzt vorgestellte Cayenne Nr. 3 ist auf den ersten Blick kaum als Neuheit zu erkennen, obwohl er länger, breiter und einen Tick flacher ausfällt. Als Antrieb dienen zwei erstarkte Turbo-Benziner mit 340 und 440 PS. Der Basispreis liegt bei 75  000 Euro. Blume kündigt an, dass auf jeden Fall die Plug-In-Hybrid-Technologie des Panamera auch im Cayenne noch zum Einsatz kommen wird.

Neu im Innenleben ist die Koexistenz zwischen dem Gestern und Morgen. Der porschetypische, zentral montierte Drehzahlmesser meldet sich klassisch analog, eingerahmt wird er von hochauslösenden digitalen Darstellungen von Tacho und anderen Infos auf zwei sieben Zoll großen Displays. Der Zentralmonitor wuchs auf 12,3 Zoll, bietet ein gestochen scharfes Bild der Straßenkarte, die auf Wunsch von Google Earth geliefert wird. Denn der neue Cayenne ist immer online. Zwischen den Vordersitzen werden per Fingerdruck diverse Funktionen bedient, deren Schalter in pechschwarzes Glas eingebettet sind. Premium vom Feinsten.

Da Porsche-Felgen sündhaft teuer, aber nicht vor Schäden beim Bordstein-Parken gefeit sind, gibt es eine Neuheit. Sensoren beobachten die Annäherung, schlagen bei Gefahr Alarm. Eine feine Sache, de natürlich auch extra bezahlt werden muss. Erstmals im Cayenne können die Hinterräder dezent mitlenken, was den Wendekreis des 4,92-Meter-Schiffs verringert.

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