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Auto & Verkehr

12. Dezember 2017 | 15:17 Uhr

Mini Cabrio : Der klassenlose Luftikus

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Neues Mini Cabrio bietet mehr Platz und Komfort, bewahrt aber seinen typischen Charakter.

Konkurrenz muss dieses Cabriolet kaum fürchten. Der offene Mini der dritten Generation steht mit seinen Eigenschaften allein auf weiter Flur: klassenloses Image, hohe Qualität, große Modellvielfalt. Sonnenhungrige mit einem gewissen Anspruch finden kaum Vergleichbares. Ab 5. März steht der luftige Brite bei den Händlern, die Preise für die sechs Motorvarianten reichen von 21  900 Euro für die Version „One“ mit 102 PS bis 33  500 Euro für den rasanten „John Coopers Works“ mit 231 PS.

Das kompakte Premium-Cabrio hat in allen Belangen zugelegt. Es bietet mehr Platz, ein reiferes Fahrverhalten und ein neues Verdeck; erstmals vollelektrisch betätigt und damit leiser. Es öffnet oder schließt in 18 Sekunden auch in Fahrt bei Geschwindigkeiten bis 30 km/h. Als optischen Clou gibt es auf Wunsch eine Version mit eingewebtem Union Jack. Überhaupt ist das Ausstattungsangebot gewachsen. So stehen unter anderem LED-Licht rundum, Head-Up-Display, Parkassistent, Auffahr- und Personenwarnung mit Anbremsfunktion, Fernlichtassistent, Verkehrszeichenerkennung und Rückfahrkamera auf der Optionsliste.

Die Vordersitze haben einen größeren Verstellbereich, um den Einstieg in den Fond zu erleichtern. Hier geht es allerdings nach wie vor eng zu, ehrlicherweise wäre das Mini Cabrio als 2+2-Sitzer zu deklarieren. Der Kofferraum ist auf 215 Liter gewachsen und bietet dank serienmäßig geteilt klappbarer Rücksitzlehne und Durchlade-Öffnung mehr Transportmöglichkeiten.

Auf der Testfahrt unter kalifornischer Sonne von Los Angeles nach Malibu mit dem Cooper S (192 PS) zeigt sich, dass die Ingenieure der BMW-Tochter Top-Arbeit geleistet haben. Das Mini Cabrio fühlt sich solider und komfortabler an, gleichzeitig bleibt der typische und von den Fans heiß geliebte Charakter erhalten. Auch mit nun 3,82 m Länge (plus 10 cm) fährt sich der Mini agil und spritzig, vereint auf einzigartige Weise Kart-Feeling mit Sicherheitsreserven und guten Manieren auf Unebenheiten. Diese Eigenschaften resultieren aus breiterer Spur, längerem Radstand sowie leichteren und steiferen Achsen, gepaart mit elektronischer Hilfe durch geschwindigkeitsabhängige Servolenkung, Traktionskontrolle und Differenzialsperre.

Beim Interieur ist sich der Mini treu geblieben und glänzt mit hochwertigen, bestens verarbeiteten Materialien. Natürlich gibt es wieder das große, runde Zentralinstrument (mit neuen Funktionen) und die Kippschalter-Leiste. Das verspielte Design bleibt Geschmacksache, aber der Hersteller hütet sich aus gutem Grund, hier sachlicher zu werden: Im Vorjahr begeisterten sich fast 340  000 Kunden für den Mini-Individualismus.

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