Neuheit : Der EQC eröffnet bei Mercedes die Elektro-Ära

Unspektakuläres Design: Der EQC basiert auf dem Mercedes GLC.
Unspektakuläres Design: Der EQC basiert auf dem Mercedes GLC.

Bei seinem ersten ernstzunehmenden Elektroauto verzichtet Mercedes auf Design-Futurismus.

svz.de von
15. September 2018, 16:00 Uhr

Der EQC, der im Frühjahr 2019 auf den Markt kommt, gleitet mit einer unspektakulären Außenhaut aalglatt durch den Fahrtwind. „Mit seinem nahtlosen, klaren Design ist der EQC ein Vorreiter einer avantgardistischen Elektro-Ästhetik“, sagte Design-Chef Gorden Wagener bei der Weltpremiere in Stockolm.

Ein sicher kluger Schachzug der 130 Jahre alten Traditionsfirma. Das Strom-SUV mit Stern wird nämlich nicht unter 70 000 Euro zu haben sein. In dieser Preisklasse sind betuchte Zeitgenossen unterwegs, deren Auto eher gediegen anstatt im marktschreierischem Öko-Look auftreten soll.

Technisch basiert der 4,76 Meter lange EQC auf dem GLC, dem erfolgreichsten Mercedes-SUV, er läuft in Bremen sogar die meiste Zeit auf dem gleichen Band. Ein Blick in das erste Modell der neuen Elektromarke EQ zeigt eine feine und teure Einrichtung. Die beiden Motoren mit 408 PS Gesamtleistung sind jeweils über den Achsen montiert, die sie auch exklusiv versorgen. So geht Allradantrieb heute. Mit dem Schub von 765 Nm Drehmoment sprintet der EQC in 5,1 Sekunden auf Tempo 100, die Höchstgeschwindigkeit ist mit Rücksicht auf die Reichweite auf 180 km/h begrenzt.

Die Batterie mit ihren 364 Zellen und 80 kWh Kapazität ist crashsicher im Boden installiert. Der EQC ist noch nicht offiziell nach der seit 1. September geltenden WLTP-Norm gemessen. Nach altem Standard NEFZ kommt er etwa 450 Kilometer weit, ehe er ans Kabel muss. Unter WLTP werden wohl um die 400 Kilometer herauskommen. An einer bis zu 110 kW starken Gleichstromsäule dauert das Aufladen von zehn Prozent Restenergie auf 80 Prozent rund 40 Minuten. Das komplette Aufladen an einer zu Hause zu montierenden Wallbox dürfte etwa neun Stunden dauern. An der normalen Haushaltssteckdose muss mit der dreifachen Zeit gerechnet werden.

Auf den Stromverbrauch kann der Fahrer mit zahlreichen Betriebsmodi Einfluss nehmen, etwa den Grad der Energierückgewinnung (Rekuperation) bestimmen. Man so gar auf die normale Bremse – außer im Notfall – fast völlig verzichten. Runter vom Gas und das SUV verzögert schlagartig sogar bis zum Stand. Außerdam kann das Navi unter Berücksichtigung von Topographie, Kurven und Verkehrsregelungen das jeweils stromsparendste Tempo errechnen.

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