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Auto & Verkehr

21. November 2017 | 03:56 Uhr

Autotest: Range Rover : Der Einzigartige

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Range Rover Evoque Cabriolet kommt im Juni: Drei Motoren zur Wahl, Preise ab 51 200 Euro

svz.de von
erstellt am 16.Apr.2016 | 15:45 Uhr

Mal sehen, ob es Land Rover gelingt, einen neuen Trend zu setzen. Bislang steht das Range Rover Evoque Cabriolet allein da und ist mit dem laut Hersteller längsten und breitesten Stoffverdeck in der „offenen Klasse“ ein Hingucker. Im Juni kommt der luftige Brite nach Deutschland und kostet mindestens 51  200 Euro, rund 3500 Euro mehr als die Version mit festem Dach.

Jeep und Suzuki zum Beispiel haben offene Geländewagen im Angebot, doch ein SUV-Cabrio ist derzeit einzigartig. Das jüngste Kind aus dem Hause Land Rover könnte ein Kult-Auto werden. Vier Sitzplätze, die straffen Formen des Evoque Coupés, dazu die uneingeschränkte Geländetauglichkeit. Die Probefahrt mit dem Allradler über extreme Hindernisse beweist: Das Cabrio kann alles, was einen „Landy“ ausmacht. Die hohe Verwindungssteifigkeit der Karosserie bringt allerdings eine mächtige Gewichtszunahme mit sich. Um rund 200 auf 1967 Kilogramm steigt die Masse des offenen Evoque. Alles was oben abgeschnitten wurde, musste mehr als doppelt so schwer in die Bodenplatte eingebracht werden, damit sich Türen, Kofferraumdeckel und Dach auch bei erheblicher Verschränkung der Achsen im Gelände mühelos öffnen und schließen lassen.

Auf der Straße fährt sich das Evoque Cabrio wie ein Sportwagen. Gute Handling-Eigenschaften, eine präzise Lenkung und die dennoch angemessen komfortabel abgestimmte Federung machen das Reisen angenehm. Mit geöffnetem Dach bleiben die Stürme im Innenraum aus, ein Windschott, das allerdings die Sitze im Fond versperrt, macht den Starkwind bei Tempo 120 auf den vorderen Sitzen zum lauen Lüftchen.

Das Stoffdach sorgt für gute Geräuschdämmung, öffnet in 18 und schließt in 21 Sekunden, beides bis zu einer Geschwindigkeit von 48 km/h. Ein Reisewagen ist das Evoque Cabrio nur für zwei. Die beiden Plätze hinten sind eng, vorne ist das Raumangebot dagegen tadellos. In den Kofferraum passen 251 Liter Gepäck.

Die beiden Vierzylinder-Diesel leisten 150 PS und 180 PS. Trotz ihrer hohen Drehmomente müssen sie sich ordentlich ins Zeug legen, um das üppige Gewicht des Cabrios in Schwung zu bringen. 5,7 Liter Treibstoff auf 100 Kilometer verbrauchen beide nach Norm, bei einer Probefahrt zeigte der Bordcomputer allerdings kurzzeitig auch bis zu elf Liter an. Außerdem gibt es einen 240 PS starken Vierzylinder-Turbobenziner, der in Eurooa ber eine untergeordnete Rolle spielen dürfte. Bei allen Versionen überträgt ein neunstufiges Automatikgetriebe die Kraft.

Das Evoque Cabriolet ist eine Spezialität, die viele gerne betrachten, aber nicht näher in Betracht ziehen. Wenn doch, dann taugt es eher als Zweitwagen und bringt dann die Vorzüge eines SUV mit, die hohe Sitzposition und das komfortable Einsteigen.

 

 

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