Notbremse : Das wichtigste Assistenzsystem

Für jeden sechsten Neuwagenkäufer ist ein Notbremsassistent zu teuer.
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Für jeden sechsten Neuwagenkäufer ist ein Notbremsassistent zu teuer.

Nach Expertenansicht ist das die Notbremse. Allerdings hat die Mehrheit der Neuwagenkäufer keine Notbremsassistenten an Bord.

Beim Neuwagenkauf werden Kunden heute diverse Assistenzsysteme angeboten – das wichtigste ist nach Expertenansicht der Notbremsassistent. „Er erkennt die Gefahr einer kurz bevorstehenden Kollision und warnt rechtzeitig“, erklärt Welf Stankowitz vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) So kann man selbst bremsen oder ausweichen. „Tut man nichts, bremst er automatisch.“ Je nach Funktionsumfang ließen sich damit 20 bis 40 Prozent der Pkw-Unfälle mit Personenschaden verhindern oder zumindest abmildern.

„Er nimmt auf jeden Fall Geschwindigkeit raus, auch wenn ein Unfall nicht ganz vermieden werden kann“, erläutert Stankowitz. Das könne das Verletzungsrisiko minimieren. Es gibt Systeme, die nur bei niedrigen Geschwindigkeiten in der Stadt funktionieren oder auch bei hohem Tempo, etwa auf der Autobahn. Manche erkennen sowohl vorausfahrenden als auch querenden Verkehr.

Allerdings hat die Mehrheit der Neuwagenkäufer in Deutschland (60 Prozent) keine Fahrerassistenzsysteme wie Notbrems- oder Spurhalteassistenten an Bord. Das ergab eine Umfrage im Auftrag des DVR. Mangelnde Verfügbarkeit für das eigene Modell nannten die Autokäufer als häufigsten Grund. Zweithäufigste Ursache: Die Assistenten waren den Kunden zum Kaufzeitpunkt nicht bekannt.

Seltener nannten sie finanzielle Gründe oder einen zu geringen Nutzen. Ein Notbremsassistent etwa war bei 46 Prozent der Befragten nicht verfügbar, 34 Prozent kannten ihn nicht. Zu teuer erschien er 16 Prozent, und einen zu geringen Mehrwert sahen 9 Prozent in ihm.

Für die Umfrage befragte (r)evolution market research aus Bonn 1000 Autokäufer im Alter zwischen 18 und 78 Jahren, die innerhalb der letzten drei Jahre einen Neuwagen oder ein Auto mit Tageszulassung gekauft hatten.

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