C-Cactus – witztig & genügsam

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27. August 2008, 03:15 Uhr

Mit dem auf der IAA 2007 präsentierten Concept-Car C-Cactus entwickelt Citroën eine neue Sicht auf das Auto, die sich auf die wesentlichen Werte konzentriert und das ehrgeizige Ziel verfolgt, ein umweltfreundliches Auto mit witzigem, schicken Design und Hybrid-HDi-Technik zum Preis einer Citroën C4-Einstiegsversion darzustellen. Der C-Cactus verwendet einen hohen Anteil recycelter oder recycelbarer Werkstoffe, und er verbraucht wenig – ganz wie die Pflanzengattung, deren Namen es trägt. Seinen Insassen bietet er auf einer Gesamtlänge von 4,2 Metern bei einer Breite von 1,8 Metern einen geräumigen und bequemen Innenraum, in dem Komfortausstattungen wie eine automatisch geregelte Klimaanlage, eine hochwertige Audioanlage, ein verglastes Panoramadach oder ein Geschwindigkeitsregler und -begrenzer nicht fehlen. Mit auf Sparsamkeit bedachten kreativen Lösungen wurde der C-Cactus so preiswert in der Herstellung, dass er mit einem HDi-Hybrid-Antriebsstrang ausgestattet werden kann, ohne deshalb teurer zu werden als ein C4 in der Einstiegsversion.

So entfiel bei nur noch kaum mehr als 200 Einzelteilen – ungefähr halb so viele wie für ein gewöhnliches Auto dieser Klasse üblich – zum Beispiel das Armaturenbrett: alle dort untergebrachten Funktionen wurden auf der Mittelkonsole und der feststehenden Lenkradnabe zusammengefasst. Der „Zündschlüssel“ ist ein tragbarer MP3-Player mit Touchscreen: auf der Lenkradnabe eingesteckt, wird er vom Fahrzeug erkannt, das sich dann starten lässt. Die Mittelkonsole nimmt die Aktivlautsprecher, den Getriebewählhebel und einen Touchscreen auf, mit dem der Bordcomputer, das Navigationssystem und die Klimaanlage bedient werden.

Die Schalter für Blinker, Scheinwerfer, Scheibenwischer, Hupe und Geschwindigkeitsregler und –begrenzer befinden sich hingegen auf der Lenkradnabe, ebenso wie Tacho sowie Kontroll- und Warnleuchten. Ein weiteres Beispiel für vereinfachende Konstruktion ist die Verwendung des gleichen Bauteils für die Kühlermaske vorn (mit Scheinwerfern und Doppelwinkel) und den unteren Teil der Heckklappe. Es verleiht dem C-Cactus nicht nur Charakter, sondern macht auch die Herstellung preisgünstiger.

Dank seines Antriebsstranges mit HDi-Diesel mit 70 DIN-PS (und Partikelfilter) sowie Elektromotor mit weiteren 30 PS erzielt der C-Cactus Normverbrauchswerte und CO2– Emissionen von nur 2,9 l/100km und 78 g/km. Im Stadtverkehr ist ein ZEV-Modus (Zero Emission Vehicle) möglich, der einem reinen Elektroantrieb ohne Abgase und fast ohne Geräusch entspricht. Auf Stadtstrecken mit ihrem häufigen Wechsel zwischen Beschleunigung und Abbremsen spielt der Hybrid seinen Vorteil der Rückgewinnung der Bewegungsenergie perfekt aus. Zu guter Letzt ist die Höchstgeschwindigkeit mit Bedacht auf 150 km/h begrenzt. Diese Entscheidung trägt zur Umweltverträglichkeit des Wagens bei, vor allem aber zeigt sie den Willen von Citroën zu einem neuen Denken in Sachen Autofahren.

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