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Neue Autos für Sie gefahren : Bayrische Eröffnung

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

BMW ergänzt die 2er-Reihe um das Cabriolet / Marktstart am 28. Februar zu Preisen ab 32 200 Euro

svz.de von
erstellt am 21.Feb.2015 | 09:09 Uhr

Ein Jahr nach dem BMW 2er Coupé folgt das Cabrio der kompakten Baureihe. Der schicke Viersitzer mit Stoffverdeck tritt die Nachfolge des 1er-Cabrios an, das in nur fünf Jahren mehr als 130  000 Käufer fand. Der Neue bringt alles mit, um Frischluftfreunde bei Laune zu halten: Fahrdynamik dank Heckantrieb, 50:50-Achslastverteilung und kräftiger Motoren, dazu hohen Komfort und erstaunlich viel Platz.

Das Ganze hat gesalzene Preise: Die Liste beginnt bei 32  200 Euro, ein realistisch konfiguriertes 2er Cabrio wird wohl in Richtung 40  000 Euro streben, zumal an Fahrassistenz, Infotainment samt Konnektivität und sonstigen Extras fast alles zu haben ist, was auch die großen BMW-Nummern bieten.

Optisch steigt der offene 2er mindestens eine halbe Klasse auf. Wirkte der offene 1er noch gedrungen, streckt sich der 2er gefühlt in die Mittelklasse. Tatsächlich sind es nur sieben Zentimeter mehr, doch die lange Motorhaube und der weite Radstand machen eine schlanke Linie. Frontal betrachtet steht der BMW satt auf der Straße – dank drei Zentimetern mehr Breite und dank scharfer Linien im Blech, die nach unten weisen. Das extra an Breite bringt angenehme Bewegungsfreiheit vorn und selbst auf den zwei hinteren Sitzen können es Erwachsene eine Weile aushalten. Wer die klappbare Rücklehne im Fond ordert, erhält achtbare Transportkapazität: Dann gewinnt der um 30 Liter auf 335 Liter erweiterte Kofferraum erhebliches Volumen dazu.

Anders als das 4er Cabrio trägt der 2er eine Stoffmütze, die sich über klassische Spriegel spannt und dennoch für eine schöne Linie sorgt. Üppige Dämmung hält Fahr- und Windgeräusche weitgehend draußen, das Cabrio ist bei hohem Tempo kaum lauter als das Coupé. Noch ein Plus: Das Verdeck öffnet oder schließt in Fahrt bis 50 km/h und benötigt dafür jeweils nur 20 Sekunden.

Erstmals baut BMW ein Cabrio mit Dreizylinder-Benziner, dessen 136 PS im 218i aber flottes Fortkommen bei günstigem Verbrauch (5,5 Liter Norm) erlauben sollten. Gleiches gilt für den zum Marktstart angebotenen Diesel im 220d (190 PS, 4,7 Liter), dem später 218d (150 PS) und 225d (224 PS) folgen. Zwei weitere Benziner haben den neuen 2,0-l-Vierzylinder mit 184 oder 245 PS unter der Haube. Über allen thront der Sechszylinder im M 235i mit 326 PS.

Für die erste Ausfahrt stand das 228i Cabrio bereit. Der Turbo-Vierzylinder mit 245 PS bietet sich als ideale Motorisierung für den offenen BMW an, sofern man mindestens 39  550 Euro auf den Tisch legen kann. Die Laufruhe erinnert beinahe an einen Sechszylinder. Auf Gasbefehle reagiert der Motor spontan, früh liegt der maximale Schub an. Unterbricht man gemütliches Cruisen durch einen Zwischenspurt, zeigt der 228i seine Elastizität, und die Achtgangautomatik eilt sanft durch die Fahrstufen. Eine direkte Lenkung, sowie ein fein zwischen Agilität und Komfort balanciertes Fahrwerk komplettieren das Vergnügen.

Die bayrische Eröffnung dürfte der Konkurrenz erneut Kopfzerbrechen bereiten, bisher fuhr sie dem Münchner Luftikus weit hinterher.

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