Elektromobilität : Autohersteller bauen Ultra-Schnellladenetz

Porsche hat bei einem Händler schon die ersten Ultra-HP-Ladesäulen in Betrieb.
Porsche hat bei einem Händler schon die ersten Ultra-HP-Ladesäulen in Betrieb.

Das Elektroauto soll fit für die Langstrecke werden

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25. November 2017, 10:00 Uhr

Tesla hat es mit seinen Superchargern vorgemacht, nun folgen etablierte Autohersteller. Ionity, ein Gemeinschaftsunternehmen von Audi, BMW, Daimler, Ford und Porsche, will ein paneuropäisches Schnellladenetz knüpfen, um das Elektroauto fit für die Langstrecke zu machen. Bis 2020 sollen 400 leistungsstarke Ladestationen entlang der Hauptverkehrsachsen des Kontinents stehen. Die ersten 20 sollen in diesem Jahr ans Netz gehen, 2018 sollen weitere 50 folgen.

Geplant sind sogenannte High-Performance-Ladestationen mit einer Leistung von bis zu 350 kW pro Ladepunkt. Die Anlagen sollen unter anderem entlang von Autobahnen in Norwegen, Deutschland und Österreich entstehen. Die Stationen mit jeweils mehreren Ladesäulen sollen jeweils etwa 120 Kilometer voneinander entfernt liegen.

Als Ladestandard kommt das von den deutschen Herstellern präferierte CCS-System zum Einsatz; mit den Chademo-Anschlüssen japanischer und französischer Autos sowie den Supercharger-Steckern von Tesla ist das nicht kompatibel. Bei der maximal verfügbaren Ladeleistung überflügeln die neuen Systeme die meisten derzeit eingesetzten Standards deutlich. Bislang gelten die bis zu 145 kW starken Tesla-Supercharger als Maß der Dinge, Chademo kommt auf rund 100 kW, aktuelle CCS-Anschlüsse liefern noch 50 kW. An der High-Performance-Säule könnte die Befüllung normaler Batterien im Idealfall nur wenige Minuten dauern. Aber: E-Autos mit entsprechend starken On-Board-Ladern gibt es noch nicht.

An den Ionity-Säulen wird der Strom nicht gratis sein. Einen Preis nannte das Gemeinschaftsunternehmen noch nicht. In der Regel ist Energie an der Schnellladesäule aber teurer als Haushaltsstrom.

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