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Reisemobile : Auswahl für Campingsaison 2015

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Deutsche Hersteller verstärken ihr Angebot an erschwinglichen Modellen der Mittelklasse.

svz.de von
erstellt am 26.Sep.2014 | 21:00 Uhr

Das Rad neu zu erfinden, fällt auch den deutschen Reisemobil-Herstellern schwer. Aber sie können sich zumindest an den Wünschen der Kunden orientieren – was sie speziell bei den Modellen der Saison 2015 und auch schon im jetzt laufenden Modelljahr getan haben. Denn wie ist es sonst zu erklären, dass in Deutschland von Januar bis Juni 2014 die Zahl der zugelassenen neuen Reisemobile auf 17 809 im Vergleich zum gleichen Zeitraums des Vorjahres anstieg – ein Plus von 4,6 Prozent. In den meisten anderen europäischen Märkten bewegen sich die Zahlen dagegen im Sinkflug. Um den Inlands-Trend fortzusetzen, renovieren die Hersteller zum neuen Modelljahr verstärkt die Mittelklasse, also die Modellen zu Preisen zwischen 50 000 und 60 000 Euro.

Die Luxusklasse wird aber keineswegs vernachlässigt, wie in der so genannten Liner-Halle während des Caravan Salons in Düsseldorf zu sehen war: Hier reihten sich die Reisemobile zum Träumen aneinander. Den Höhepunkt bildete der Performance des Edel-Herstellers Volkner, für den man ohne den Mercedes in der Garage etwas mehr als 1,5 Millionen Euro zahlen musste.

Ihre wahre Stärke beweisen die deutschen Hersteller den erschwinglichen Reisemobile „im Reich der Mitte“: So wie Dethleffs mit den teil- und integrierten Modellen Advantage, Bürstner mit der Nexxo-Baureihe oder Hobby mit seiner neu geschaffenen Optima-Serie. Preislich orientiert sie sich zwischen den Siesta- und Premium Drive-Modellen, so dass sich die Hobby-Palette deutlich breiter aufstellt und auch das mittlere Segment abdeckt.

Auch Eura Mobil schickt seinen Profila mit neuem, moderneren Mobiliar ins Mittelklasse-Rennen und grenzt ihn mit dem neuen, günstigeren Profila One nach oben ab. Alle Mittelklasse-Modelle zeichnen sich durch eine umfangreiche Serienausstattung aus, so dass der Kunde auf nichts verzichten muss.

Auch die neuen Aufbaumethoden spielen beim Zulassungsplus eine große Rolle. Grundsätzlich treten verrottungsfreie Materialien in den Vordergrund, Holzkonstruktionen mit Styropor aufgefüllt geraten immer mehr in den Hintergrund. Eine Vorreiter-Rolle spielt dabei LMC mit seiner Long Life Technologie (LLT). Sie bietet Hagelschutz und Witterungsbeständigkeit durch eine GfK-Dachverkleidung (glasfaserverstärkten Kunststoff) sowie einen robusten GfK-Unterboden. Dazu kommen Polyurethan-Verstrebungen für Stabilität und Verwindungssteifigkeit sowie ein feuchtigkeitsresistenter Hochleistungs-Isolierkern aus einem speziellen Hartschaum in Dach, Seiten und Boden.


Basisfahrzeug verbessert


Um die Attraktivität der Reisemobile weiter zu steigern, haben sich auch die Hersteller der Basisfahrzeuge mächtig ins Zeug gelegt. Sowohl der übermächtige Fiat Ducato als auch der Ford Transit, Renault Master, Iveco Daily und Mercedes Sprinter konnten zum Modelljahr 2015 in puncto Sicherheit und Komfort deutlich zulegen. Angepasst an die aktuellen Pkw findet man jetzt auch Assistenzsysteme wie den Spurhalteassistenten, die Verkehrszeichenerkennung, die Reifendruckkontrolle oder die Abblendautomatik in den auch optisch aufgehübschten neuen Modellen.

Während es den Reisemobil-Herstellern noch vor fünf Jahren darum ging, in möglichst allen Klassen vertreten zu sein, konzentrieren sie sich heute auf ihr Kerngeschäft. Zwar kommt das eine oder andere Modell nochmal hinzu, andererseits streicht man aber auch komplette Baureihen, wenn sie beim Kunden keinen Anklang finden oder einer anderen zu ähnlich sind. Eine Kaufentscheidung fällt somit deutlich leichter.

Wie in den neuen Basisfahrzeugen geht es auch im Wohnaufbau der Reisemobile deutlich moderner und komfortabler zu. Wie etwa in den Schlafzimmern, wo entweder Einzelbetten oder ein von drei Seiten zugängliches Queensbett stehen. Und Hubbetten in Integrierten lassen sich bei einzelnen Marken gegen zwei Einzelbetten längs austauschen. Ganz wichtig sind die breiteren Aufbautüren, die nicht nur den Einstieg sondern auch das Beladen erleichtern. Dazu gesellen sich höhere, größere und schmalere Kühlschränke sowie wieder die herkömmlichen Kleiderschränke.

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