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Auto & Verkehr

25. November 2017 | 06:56 Uhr

SUV von Skoda : Auf den Yeti folgt der Karoq

vom
Aus der Onlineredaktion

Škoda setzt beim neuen kleinen SUV auf gefälligeres Design. Preise ab 24 290 Euro

Dem Kodiaq stellt Škoda jetzt den Karoq zur Seite – ein kleines SUV, das an die Stelle Yeti tritt und ab 24 290 Euro kosten wird. Mancher Fan wird das Ableben des eigenwilligen Vorgängers bedauern, die Tschechen hoffen allerdings, dass der nach aktuellem Mainstream gestylte Karoq noch mehr Kunden gewinnt.

Cooles Design bei praktischen Nutzen – das gilt auch für diesen Škoda. Etwa in Gestalt des doppelten Kofferraum-Bodens mit eingebauter Gummi-Matte, die sich zeigt, wenn man den Bodenbelag schlicht umdreht. Außerdem fehlt der typische Eiskratzer im Tankdeckel ebenso wenig wie die LED-Taschenlampe oder passend zum Thema Outdoor ein Regenschirm unter dem Beifahrersitz.

Die Fondsitze sind einzeln verschieb- und klappbar, womit der Laderaum sehr flexibel wird. Das optionale Varioflex-Sitzsystem enthält einen zum Tisch umfunktionierbaren Mittelsitz, außerdem kann man die Stühle ganz herausnehmen, so dass über 1800 Liter Ladevolumen entstehen.

Besonderes Augenmerk liegt in der heutigen Zeit auf den Benzinern: Die Basis bildet ein aufgeladener Einliter-Dreizylinder mit 115 PS, darüber rangiert der nagelneue 1,5-Liter-Vierzylinder mit 150 PS. Er kommt dank Zylinderabschaltung und variabler Turbinengeometrie auf 5,4 Liter Normverbrauch bei souveränen Fahrleistungen. Gleiches gilt für den ebenfalls 150 PS starken Diesel, der für Vielfahrer die erste Wahl sein sollte. Etwas später wird das aus dem großen Kodiaq bekannte 190-PS-Aggregat folgen.

Wer weniger Temperament braucht und eher geringe Jahresfahrleistungen hat, sollte sich den 1,0-l-Ottomotor zumindest einmal probieren. Er braucht ein bisschen mehr Drehzahl, wenn es ans Überholen geht, läuft aber kultiviert. Man erkennt den Dreizylinder natürlich an der Klangfarbe, Lärm oder Vibrationen bleiben jedoch aus. Bei der Fahrwerk-Auslegung haben die Tschechen den Komfort betont, der Karoq schluckt insbesondere kurze Bodenwellen einfach weg.

Der neue Škoda bekommt das ganze Angebot an aktueller Assistenz des VW-Konzerns mit auf den Weg. Freihand-Fahren beispielsweise geht jetzt bis zu 20 Sekunden – so lange halten die elektrische Aktiv-Lenkung nebst Sensorik den Tschechen in der Spur, bis der Fahrer aufgefordert wird, das Steuer wieder zu übernehmen. Spurhalte-Kontrolle plus aktiver Tempomat – nützlich bei Stop-and-Go – ist ebenfalls zu haben und als erster Škoda darf der Karoq das virtuelle Kombiinstrument von VW nutzen.

Dass der Karoq von der technischen Basis bis hin zur Materialverarbeitung ein sehr gutes Auto ist, versteht sich bei Škoda inzwischen von selbst. Eine dringende Bitte gibt es aber doch: Die Tschechen mögen den Lautstärke-Drehregler wieder einführen. Die Justierung über die Plus-Minus-Felder ist unpraktisch, darüber tröstet selbst das Infotainment mit schickem Glas-Display inklusive (überflüssiger) Gestensteuerung nicht hinweg.

 

Daten & Preise Škoda Karoq

5-türiges, 5-sitziges SUV der Kompaktklasse, Länge/Breite/Höhe/Radstand: 4,38 m/ 1,84 m/1,60 m/2,64 m, Kofferraumvolumen: 479 bis 1810 Liter.

1,0-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner: 85 kW/115 PS, max Drehmoment: 202 Nm, 0-100 km/h in 10,6 Sek., Höchstgeschwindigkeit: 187 km/h, Normverbrauch: 5,2 Liter, 117 g CO2/km, EU6; ab 24 290 Euro.

1,5-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner: 110 kW/150 PS, 250 Nm, 8,4 Sek., 204 km/h, 5,4 l, 122 g CO2/km, EU6; ab 26 490 Euro.

2,0-Liter-Vierzylinder-Turbodiesel: 110 kW/150 PS, 340 Nm, 9,3 Sek., 195 km/h, 5,2 l, 135 g CO2/km, EU6; ab 33 090 Euro.

 

 

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