Mittelklasse : Agiler Dreizylinder für den Škoda Octavia

Beliebte Tschechen: Octavia-Limousine (l.) und die Variante Combi.
Beliebte Tschechen: Octavia-Limousine (l.) und die Variante Combi.

svz.de von
13. August 2016, 16:00 Uhr

Der Octavia ist mit 41 Prozent Verkaufsanteil die erfolgreichste Baureihe im Programm von Škoda. So ein Erfolgsmodell darf nicht an Attraktivität verlieren und wird daher regelmäßig gepflegt. So gibt es nun erstmals einen 1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner für das 4,66 Meter lange Mittelklasse-Modell, das mit solider Technik, schickem Design und viel Platz überzeugt. Das kleine, jedoch 115 PS starke Triebwerk ersetzt den 110 PS starken 1,2-Liter-Vierzylinder. In der Basis-Ausstattung Active ist der 1.0 TSI für 19  090 Euro (Combi ab 19  750 Euro) zu haben.

Trotz des kleineren Hubraums legt sich der neue Zwerg ordentlich ins Zeug. Auch akkustisch: Beim Anfahren und höheren Drehzahlen ist er durchaus präsent. Bei gleichmäßigem Tempo zieht sich der Motor elegant in die Diskretion zurück und lässt den Fahrer vergessen, dass er keinen Vierzylinder mehr unter der Haube hat. Mit dem 78 Kilogramm leichten Motor aus Aluminium reduziert sich der Normverbrauch auf 4,5 Liter auf 100 Kilometer (103 g CO2/km).

So gesehen ist der Octavia, dessen Topmodell mit 230 PS aufwartet, auch im unteren Motorensegment keinesfalls zu mager motorisiert und für jeden, der in dieser Fahrzeugklasse bei niedrigen Kosten einfach von A nach B fahren will, eine gute Wahl. Alternativ zum gut abgestimmten serienmäßigen 6-Gang-Getriebe gibt es auch ein 7-Gang-DSG.

Künftig gibt es im Octavia auf Wunsch eine „Phone-Box“ in der Mittelkonsole, in der entsprechend ausgerüstete Mobilfunk-Telefone ohne Kabel induktiv geladen werden und sich ebenfalls ohne Draht an der Antenne des Autos andocken. Und für die Versionen ab 150 PS kann der Kunde nun zum adaptiven Fahrwerk DCC greifen, das auf Knopfdruck bei Dämpfern und Lenkcharakteristik von „Normal“ auf „Komfort“ oder „Sport“ wechselt.

Bei den netten „Simply-Clever-Lösungen“ zeigen die Tschechen wieder viel Augenzwinkern. Denn einen Regenschirm unter dem Beifahrersitz und eine Waschdüse für die Rückfahrkamera machen das Leben bei schlechtem Wetter einfach erträglicher. Und mit den iPad-Haltern, die an den Kopfstützensockeln der Vordersitze einrasten, können die Fondpassagiere ihr eigenes Entertainment-Programm empfangen. Wer schon einmal mit nölenden Kindern auf einer etwas längeren Autofahrt unterwegs war, weiß dieses Detail sicher zu schätzen.

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