Dacia Duster : Schont den Geldbeutel

Hat sich gemacht: Der Dacia Duster wurde deutlich aufgewertet.  Foto: Dacia
Hat sich gemacht: Der Dacia Duster wurde deutlich aufgewertet. Foto: Dacia

Der Dacia Duster ist „Deutschlands billigster SUV“

von
30. März 2019, 16:00 Uhr

Vom Image der reinen Billigmarke hat sich die rumänische Renault-Tochter Dacia längst verabschiedet. Preiswert statt billig – das trifft auch auf das beliebte Marken-SUV Duster zu. Im Test: die Variante „Comfort“ mit 115-PS-Diesel und Frontantrieb.

Dacias Werbeslogan „Deutschlands billigster SUV“ ist vor allem auf die Einstiegsversion (11.490 Euro) gemünzt. Die kommt dann ohne jeden Komfort und auch ohne jede Möglichkeit, das per Aufpreisliste zu ändern. Als „Comfort“ (ab 15.900 Euro) bietet das kompakte SUV dann schon deutlich mehr: Audiosystem, Tempomat oder Klimaanlage sind immerhin schon an Bord. Mit Sonder-Ausstattungen wie Klimaautomatik (200 Euro), Einparkhilfe (200 Euro) und dem Technik-Paket mit Navi oder Rückfahrkamera (500 Euro) bedient der Duster durchaus auch höhere Ansprüche.

Abstriche bei der Haptik

Dazu gesellen sich mehr als ordentliche Platzverhältnisse und ein Kofferraum in vernünftiger Dimension. Dass man auf der anderen Seite Abstriche bei der Haptik hinnehmen muss – großflächig verlegtes Hartplastik, der aufgesetzte Touchscreen sieht aus wie vom Zubehörregal aus dem Baumarkt –, ist angesichts des Preises ebenso nachvollzieh- wie verschmerzbar. Auch bei der Verarbeitung sieht man Dinge wie blanke Schrauben oder hervorlugenden Schaumstoff, die man in höherpreisigen Fahrzeugen eher nicht entdecken kann.

Auf der Straße ist der Duster-Diesel unauffällig: Zehneinhalb Sekunden dauert der Sprint auf Tempo 100, damit gewinnt man keine Olympiade, aber muss beim Zwischenspurt auf der Landstraße auch keine Sicherheitsbedenken haben. Die Lenkung ist reichlich teigig und dürfte präziser sein, aber schwungvolle Kurvenfahrten gehören eh nicht zur Kernaufgabe eines kompakten SUV. Dafür schluckt das Fahrwerk einiges an Bodenwellen und Fahrbahnunebenheiten weg.

Wer will, kann seinen Fahrstil per Eco-Trainer bewerten lassen, der Bordcomputer gibt den Durchschnittsverbrauch als „Durchschnittliche Verbrennung“ an. Wer sich bemüht, kommt exakt auf den versprochenen Durchschnittswert.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen