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Ratgeber

26. September 2017 | 11:13 Uhr

Krimi : Auf gefährlichem Posten

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Zwei neue Fälle für Kommissar Dupin / ARD zeigt als Krimi am Donnerstag „Bretonischer Stolz“ und „Bretonische Flut“

von
erstellt am 27.Feb.2017 | 10:00 Uhr

Die Kriminalromane von Jean-Luc Bannalec gehören zu den großen Bucherfolgen der letzten Jahre. Mit großer Liebe zur Bretagne beschreibt der Autor hier die Schauplätze seiner Mordfälle. Die Leser erfahren so ganz nebenbei viel Wissenswertes über die schöne Halbinsel im Westen Frankreichs, über Paul Gauguins Leben an der bretonischen Küste, die sagenumwobenen Glénan-Inseln, das Fleur de Sel aus der Guérande und vieles mehr.

Hinter dem Namen Bannalec verbirgt sich der deutsche Verleger, Literaturwissenschaftler und Übersetzer Jörg Bong. Er ist seit 2002 Programmgeschäftsführer des S. Fischer Verlages.

Seit 2012 veröffentlichte Bong fünf Kriminalromane, in denen der Kommissar Dupin knifflige Fälle lösen muss. Alle Bücher standen über viele Monate auf den Bestseller-Listen, wurden mittlerweile in mehr als zehn Sprachen übersetzt. Im Auftrag der ARD werden die Romane an den Originalschauplätzen in der Bretagne verfilmt.

Kommissar Dupin wird von dem Schweizer Schauspieler Pasquale Aleardi gespielt, dem die Rolle schon ordentlich Respekt abverlangte. Schließlich ist Kommissar Dupin eine berühmte Romanfigur. Die Leser haben ja durchaus eigene Vorstellungen von ihm.

Aleardi, der fließend sechs Sprachen spricht und den man aus dem Hollywood-Streifen „Resident Evil“ sowie den Kinofilmen „Männerherzen“, „Keinohrhasen“ oder „Honig im Kopf“ kennt, erinnert sich: „Anfangs fühlte ich schon Druck, vor allem, als mir aufgefallen ist, wie viele Menschen um mich herum diese Romane lesen. Ich dachte, alles klar, die haben jetzt eine eigene Vorstellung von Dupin im Kopf – und ich soll ihn spielen? Wahnsinn, dem kannst du unmöglich gerecht werden. Insofern bin ich den Autoren und dem Regisseur sehr dankbar, dass ich viele meiner Ideen tatsächlich mit einbringen durfte.“

Kommissar Dupin hat es ja nicht leicht. Er wurde aus Paris strafversetzt, ausgerechnet in die Bretagne. Wo es kaum etwas gibt, das Dupin mehr verabscheut als Fisch und Meer. Außerdem haben die Bretonen ihm das Eingewöhnen nicht gerade erleichtert, sahen sie doch in dem eigenwilligen Pariser einen ahnungslosen Ausländer.

Aleardi hat sich schnell mit der Rolle angefreundet. „Dupin ist leidenschaftlich und hartnäckig, diese Eigenschaften waren mein Zugang zu ihm. Wenn ich mich einer Aufgabe widme, die mich interessiert, kann ich mich stundenlang damit beschäftigen und verliere dabei jegliches Zeitgefühl. Für Dupin gilt dasselbe – wenn er einen Fall hat, wird er nicht locker lassen, bis er ihn gelöst hat. Er hat ordentliche Macken und eigenwillige Methoden, einen Fall zu knacken. Und er hat ein sehr schnelles, strategisches Hirn, das literweise Espresso braucht. Sie sehen, ich liebe den Kerl.“

Am 2. März zeigt die ARD den neuen Film der Reihe „Kommissar Dupin“. Der Titel ist „Bretonischer Stolz“. Die Ex-Schauspielerin Sophie Bandol (Angela Winkler) entdeckt des Nachts eine Leiche. Aufgeschreckt ruft sie die Polizei, doch als diese eintrifft, ist die Leiche verschwunden. Hat sie sich das Gesehene nur eingebildet? Kommissar Dupin kommt auf die Spur eines vermissten schottischen Geschäftsmannes. Kurz darauf wird ein weiterer Toter gefunden. Ebenfalls ein Schotte.

Augenscheinlich hängen die beiden Todesfälle zusammen. Beide Männer waren kürzlich aus Schottland in die Bretagne gereist. Nun gilt es herauszufinden, was die beiden verband.

Am 9. März wird der fünfte Film der Reihe „Bretonische Flut“ ausgestrahlt (um 20.15 Uhr im Ersten). Diesmal muss Dupin den rätselhaften Mord an zwei jungen Frauen aufklären. Es geht um Schmuggel auf hoher See und um illegalen Antiquitätenhandel sowie Eifersucht und Familiengeheimnisse.

Céline und Laetitia, die beiden Opfer, waren frisch verliebt, wer sollte ihnen nach dem Leben trachten? Célines Exfreund Luc hatte ein Motiv und kein belastbares Alibi. Doch Dupin mag nicht so recht an die Schuld des verstörten jungen Mannes glauben. Für ihn rückt bald der Großfischer Charles Morin in den Fokus, dessen rücksichtsloser, industriell betriebener Fischfang von den beiden Umweltschützerinnen Laetitia und Céline heftig bekämpft wurde. Wieder wird es für ihn gefährlich.



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