Entsorgung des Weihnachtsbaumes : Abgeben, ablegen oder verbrennen?

In vielen Kommunen gibt es Sammeltermine für Weihnachtsbäume. Bis dahin müssen die abgeschmückten Gehölze auf der Straße liegen.
In vielen Kommunen gibt es Sammeltermine für Weihnachtsbäume. Bis dahin müssen die abgeschmückten Gehölze auf der Straße liegen.

Der Weihnachtsbaum muss raus

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04. Januar 2016, 20:45 Uhr

Weit bis nach Neujahr schafft es der Weihnachtsbaum in den meisten Häusern nicht. Er muss raus. Doch wohin damit?

Abgeben: Viele Städte und Gemeinden sammeln die Bäume ein oder richten Abgabestellen ein. Die Termine werden meist im Abfallkalender, in der Zeitung oder im Gemeindeblatt mitgeteilt oder finden sich auf den Internetseiten der Entsorger. Vor dem Abgeben den Baum abschmücken, dazu gehören auch sämtliche Reste von Kerzen und Lametta-Streifen. Darauf weist der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (BVSE) in Bonn hin. Und wenn man den Sammeltermin verpasst hat? Dann ist mancherorts etwa die kommunale Kompostieranlage eine Anlaufstelle.

Ablegen: Hobbygärtner können den Weihnachtsbaum weiternutzen. Das Gehölz einfach auseinandernehmen und seine Äste als Schutz über frostempfindliche Pflanzen legen. Besonders gut eignen sich dafür übrigens Fichten: Ihre Nadeln fallen bis zum Frühjahr nach und nach ab, und die Stauden bekommen so langsam mehr Licht und Luft, erklärt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Und wenn die Zweige schon im Wohnzimmer viele Nadeln verloren haben? Einfach mehrere Lagen übereinanderstapeln.

Kompostieren: Baumzweige dürfen laut Umweltbundesministerium auch in die Biotonne wandern. Aber natürlich passt kein ganzer Baum hinein. Also den Baum zerteilen und vielleicht sogar portioniert über mehrere Leer-Perioden in die Tonne geben.

Verbrennen im Ofen: Wer einen Ofen hat, kann den Baum natürlich als Feuerholz verwenden – aber sehr wahrscheinlich nicht mehr in diesem Winter. Denn noch ist das Holz des Baumes zu frisch und zu feucht. Das bedeutet, er hat zum einen zu geringen Brennwert. Zum anderen bildet sich viel Rauch und Feinstaub, wenn Holz noch feucht im Ofen abgebrannt wird – zu viel laut Gesetz. Das Holz muss daher erst eine Zeit lang trocknen. Vorgeschrieben ist ein Feuchtegehalt von maximal 25 Prozent zum Zeitpunkt des Verbrennens, das entspricht einem Wassergehalt von rund 20 Prozent. Darauf weist der Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik (HKI) hin. Der Feuchtegehalt lässt sich mit einem Messgerät aus dem Baumarkt bestimmen.

Aber: In den meisten Kommunen ist das Verbrennen von Pflanzen im Freien verboten. Denn dabei entwickelt sich nicht nur viel Rauch, es werden auch hier hohe Mengen Feinstaub freigesetzt. Ebenfalls in der Regel nicht erlaubt ist das Entsorgen von Pflanzenresten im Wald. Dafür kann es ein Bußgeld geben.

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