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Schwerin Typisch Post: viel Licht, viel Schatten

Von Volker Beier | 22.04.2011, 05:44 Uhr

Das war wieder typisch Post, was die offiziell 956 Zuschauer am Donnerstagabend in der Sport- und Kongresshalle erlebten: Beim 28:24 (15:9) gegen die Füchse Berlin II zeigten die Schweriner Zweitliga-Handballer mal wieder eine Partie mit einer Menge Licht, aber auch viel Schatten.

Die Schützlinge von Trainer Dirk Beuchler gingen hochkonzentriert in die Partie und setzten sich ab dem 2:2 (5.) kontinuierlich ab. Dass Dinos Chantziaras, Martin Murawski und Danny Anclais bis zum 13:7 (26.) toremäßig Alleinunterhalter waren, fiel dabei nicht ins Gewicht. Die seltenen Male, wo die Berliner gefährliche Angriffe präsentierten, zeigte sich die Post-Abwehr auf dem Posten oder machte Torwart Igor Levshin die Bälle unschädlich.

Auch nach dem Seitenwechsel ging es zunächst so weiter: Beim 19:10 (36.) deutete alles auf eine deftige Klatsche für die Jungfüchse hin. Dann aber ging ein Riss durch das Schweriner Spiel. "Da müssen sich einige hinterfragen, warum sie sich auf einmal nicht mehr an die taktischen Vorgaben vor allem in der Abwehr gehalten haben. So bekommt man auch gegen die Füchse Probleme, darüber werden wir in der kommenden Woche noch Reden", erzürnte sich Beuchler später in der Pressekonferenz. In der Tat fand Abwehrarbeit praktisch nicht mehr statt, Levshin sah keinen Ball mehr und die Angreifer fanden das gegnerische Tor nicht. Die Berliner nutzten diese Konzentrationsschwäche aus und kamen bis auf 22:24 (51.) heran.

Ausgerechnet Youngster Johannes Prothmann sorgte mit dem 25:22 für den nötigen Weckruf. Murawski, Tomas Riha und Jakub Vanek sorgten mit einem Dreierpack für die Entscheidung.

Wenngleich wegen des 16-Minuten-Hängers das Osterkörbchen nicht ganz so prall gefüllt sein dürfte, können die Postler die Feiertage in Ruhe begehen. Erst am Dienstag bittet der Coach wieder zum Training. Dann gilt es, sich auf die Partie am Sonntag, 1. Mai, gegen den Dessau-Roßlauer HV vorzubereiten. "Dieses Spiel werden wir gewinnen und haben dann auch rechnerisch die Qualifikation für die eingleisige 2. Liga geschafft", verspricht Dirk Beuchler.