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Drei Fragen an den Bürgermeister Gischow ist jung

17.11.2015, 10:34 Uhr

Jens Kühl an Landkreis: „Engagement nicht konterkarieren“

1. Was zeichnet Ihre Gemeinde aus?

Kühl: Weil sie so klein ist, kennt jeder jeden. Daraus entsteht in der Regel eine persönliche Beziehung zueinander, zum jeweiligen Dorf und der gesamten Gemeinde. Das gilt für alle hier, denke ich. Hervorzuheben ist die erstaunlich große Bereitschaft, ehrenamtlich Aufgaben zu übernehmen. Und bei uns wohnen im Gegensatz zu vielen anderen Kommunen überdurchschnittlich viele Kinder. Die durch uns zu zahlenden Kita- und Schulbeiträge kosten zwar viel Geld, aber sie sind eine gute Investition in die Zukunft.

2. Was sollte sich ein Besucher unbedingt anschauen?

Kühl: Die rund 300 Jahre alte Kirche in Gischow mit ihrem bemerkenswerten Altar als Kunstschatz und die Elde in Burow, in deren Bogen die Gemeinde liegt. Sie ist dadurch geprägt, was jedes Jahr auch viele Fahrradfahrer und Bootstouristen anzieht.

3. Was wünschen Sie sich vom Landkreis?

Kühl: Vom Landkreis wünsche ich mir, dass er das Bürgerengagement nicht konterkariert, indem er uns zunehmend die Luft abdreht. Besonders beim öffentlichen Personennahverkehr ist eine intelligentere Lösung gefragt. Zwischen Dorf und Stadt verkehren wenig Busse, mit denen aber auch kaum noch jemand fährt. Und das, was man bei der Südbahn getan hat, ist keine Art und Weise. Alles zusammen ein echtes Problem für die Region.