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Neue Artikel „Amicitia“ hat neuen Leiter

Von Birgit Hamann | 27.05.2011, 10:22 Uhr

Jung und dynamisch ist der neue Chorleiter des Männergesangsvereins „Amicitia “ – das passt.

Denn das Ensemble will sich nach dem Weggang von Chorleiterin Birgit Bockler vor allem eines bewahren: die Spritzigkeit, die Bockler mit einem interessanten Repertoire in die Gruppe brachte.

Mike Nych, seit 1. Dezember 2010 Kantor in Havelberg, übernahm vorgestern Abend ganz offiziell das Dirigat von Birgit Bockler. Die vielfältig engagierte Sopranistin aus Groß Lüben hatte sich selbst um einen Nachfolger bemüht. Vier Jahre lang leitete sie den Chor, wollte die Aufgabe aber aus persönlichen und zeitlichen Gründen abgeben. „Wir trafen uns bei einem Gottesdienst in Havelberg, kamen ins Gespräch. Birgit Bockler rief mich an, fragte, ob ich die Chorleitung nicht übernehmen wolle“, erzählt der junge Thüringer. Das war vor zirka anderthalb Monaten. Nach dem ersten Beschnuppern in der vergangenen Woche stellten beide Seiten schnell fest, dass die Zusammenarbeit großen Spaß macht. „Das lief wirklich gut“, lobte auch Wolfgang Weiß, Vorsitzender des Amicitia e. V., den Neuen. Trotz seiner Jugend bringt der Altenburger schon einiges an Erfahrung mit. „Während meiner Studienzeit in Halle/Saale leitete ich Gesangsgruppen, seit Dezember bin ich in Havelberg für vier Chöre verantwortlich.“
Mit einem weinenden und einem lachenden Auge verabschiedete Wolfgang Weiß vorgestern Birgit Bockler „Wir haben sehr, sehr gern mit Ihnen geprobt, hatten tolle Auftritte.“ Die Sopranistin habe bei den Herren die Freude am Singen geschürt. Es gab Lieder, da habe man wochenlang geprobt – und dann hat es immer noch nicht geklappt. Zum Beispiel bei „Ein Freund, ein guter Freund“. „Wir wurden dann einfach ins kalte Wasser geworfen – und es ging“, erinnert sich Wolfgang Weiß.

Für lange Zeremonien war aber zur Mittwochsprobe keine Zeit. Mike Nych ging sogleich ans Werk, macht die Sänger erst einmal locker, ließ ihre Lippen flattern, kletterte mit ihnen die Tonleitern hinauf und hinunter, gab Anweisungen: „Kriegt ihr das noch ein bisschen flüssiger hin?“ Die Sänger geben ihr Bestes, haben schon den nächsten Höhepunkt vor Augen: Das 21. Prignitzer Sängertreffen am 11. Juni im Bad Wilsnacker Goethepark. Da wollen sie sich auf jeden Fall von ihrer besten Seite zeigen.