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Anzeige: IKK – Die Innovationskasse Selfie-Sucht: Spagat zwischen Alltagskunst und Abhängigkeiten

27.01.2022, 00:01 Uhr

Jeder kennt es, nur mal schnell ein Selfie zur Erinnerung schießen und dann mit den Freunden teilen. Bekomme ich Likes? Heutzutage ist dies alltäglich, aber gibt es auch ein „zu viel“?

Ein fester Bestandteil des Alltags der jungen Generation sind die Aktivitäten auf den Social-Media-Plattformen wie beispielsweise TikTok und Instagram. Besonders die Anzahl der Follower und deren Kommentare und Likes stehen mehr und mehr im Mittelpunkt. Hierbei wirken auch die Influencer als Vorbild, die viele Follower haben, ihr Geld mit den Kanälen verdienen und ihre Follower, oft durch Selfies, an ihrem scheinbar perfekten Leben teilhaben lassen. Für viele junge Menschen verschiebt sich der Mittelpunkt eines normalen Alltags nach und nach in den digitalen Bereich. Ein Trend, der durch die Corona-Pandemie nochmals verstärkt wurde, wie diverse Studien belegen konnten. Durch die Kontaktbeschränkungen in den letzten zwei Jahren war besonders das Smartphone fast die einzige Möglichkeit in Kontakt zu bleiben und andere am persönlichen Leben teilhaben zu lassen. Selfies spielen dabei eine große Rolle.

Dr. Thomas Fischbach, Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte e.V. sagt:

„Es ist fast immer eine Gratwanderung: Zwischen dem Spaß am Fotografieren mit einer gekonnten Selbstdarstellung auf der einen und dem Feedback auf der anderen Seite kann schnell ein Sog entstehen. Es geht dann knallhart um einen Wettbewerb um Likes und Anerkennung.“
Dr. Thomas Fischbach, Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte e.V.

Perfekte Alltagskunst

Selfies haben in den letzten Jahren einen Siegeszug quer durch das digitale Leben angetreten. Vor 15 Jahren noch relativ selten genutzt, stieg die Anzahl an geposteten Selfies kontinuierlich an. Nach Untersuchungen von Google werden pro Tag mehr als 93 Millionen Selfies gemacht und pro Jahr allein auf Google-Servern über 24 Milliarden Selfies hochgeladen. Doch ist das Selfie noch das schnelle Selbstportrait, das zur Erinnerung an einen schönen Moment aufgenommen wird? Nein, denn vielmehr wird das Selfie nun für die Follower-Gemeinde aufgenommen und man wartet gespannt auf Likes und fürchtet sich vor Kritik in den Kommentaren.

Die Technik rund ums Selfie

Folglich wird versucht, ein immer besseres, ein perfekt-schönes Selfie aufzunehmen: Es wird kreativ durchdacht, geplant, konstruiert, mehrfach aufgenommen und zeitaufwändig bearbeitet, um letztendlich wie ein perfekter Schnappschuss zu wirken. Dass Selfies, so perfekt in Szene gesetzt, einen immer größeren Stellenwert haben, zeigen beispielsweise die seit Jahren massiven Absatzzahlen an Selfiezubehör, wie Selfie-Sticks und Ringlichter zur ebenmäßigen Ausleuchtung. Hier hat sich aus dem ehemaligen Nischenmarkt mittlerweile ein Massenmarkt mit immer raffinierterer Technik für die Selbstinszenierung entwickelt.

Die Schattenseiten der Selbstdarstellung

Mehr zu den negativen Auswirkungen der Selfie-Sucht auf die mentale Gesundheit und zu Vorsorgemöglichkeitenlesen Sie unter https://www.die-ik.de/diagnosenorddeutsch-selfie-sucht#c8059. Dieser Beitrag ist im Rahmen des Projekts #DiagnoseNorddeutsch entstanden, hier behandelt die IKK – Die Innovationskasse unterschiedliche Gesundheitsthemen.