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Bund will Stadt und Land an Finanzierung beteiligen : Zwei Treffpunkte in Schwerin gefährdet

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Die beiden Mehrgenerationenhäuser in Schwerin, bislang finanziert aus einem Aktionsprogramm des Bundes, bangen um ihre Zukunft.

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erstellt am 31.Jan.2011 | 12:03 Uhr

Die beiden Mehrgenerationenhäuser in Schwerin, bislang finanziert aus einem Aktionsprogramm des Bundes, bangen um ihre Zukunft. Ein Vorstoß von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU), von 2012 an Länder und Kom munen an der Finanzierung von Mehrgenerationenhäusern zu beteiligen, wird sowohl von Sozialministerin Manuela Schwesig (SPD) als auch von Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow (Linke) zurückgewiesen. "Der Bund darf sich nicht aus der Verantwortung stehlen und muss die Finanzierung der Häuser in vollem Umfang fortsetzen", sagte Schwesig gegenüber unserer Zeitung. Ähnlich äußerte sich Gramkow. Die geleistete Arbeit in den Mehrgenerationenhäusern sei zwar wichtig, der städtische Haushalt biete jedoch keinen Spielraum für zusätzliche Ausgaben im freiwilligen Bereich, so die Verwaltungschefin.

Nach den Vorstellungen von Ministerin Schröder will der Bund künftig nicht mehr wie bisher 40 000 Euro, sondern nur noch 30 000 Euro im Jahr für jedes Mehrgenerationenhaus im Land ausgeben. Die restlichen 10 000 Euro sollen Länder oder Kommunen aufbringen.

Internationaler Bund (IB) und Förderkreis der Bernogemeinde, Träger der beiden Mehrgenerationenhäuser in Schwerin, deren Finanzierung 2012 ausläuft, verfolgen die Debatte mit Sorge. "Hier wird ein Ball hin- und hergeschoben", sagt Ulrich Planken vom Förderkreis. In MV gibt es insgesamt 23 Mehrgenerationenhäuser, bundesweit sind es rund 500.

Christian Koepke

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