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Innenminister Caffier ernennt die neue Führungsspitze : Zwei Präsidenten führen Landespolizei

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Die Polizeibeamten in MV werden von heute an von zwei Präsidenten geführt. Abramowski ist gestern von Innenminister Caffier zum neuen Chef des Polizeipräsidiums Neubrandenburg ernannt worden.

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erstellt am 01.Mär.2011 | 04:52 Uhr

Die knapp 6000 Polizeibeamten in Mecklenburg-Vorpommern werden von heute an von zwei Präsidenten geführt. Knut Abramowski, bislang Leiter der Schweriner Polizeidirektion, ist gestern von Innenminister Lorenz Caffier (CDU) zum neuen Chef des Polizeipräsidiums Neubrandenburg ernannt worden. Der 57-jährige Vater von vier Kindern ist seit 36 Jahren im Polizeidienst und hatte sich vor allem 2007 als Einsatzleiter beim G8-Gipfel in Heiligendamm einen Namen gemacht. Zweithöchster Polizeiführer und Leiter des Führungsstabes im Polizeipräsidium Neubrandenburg ist der bisherige Leiter der Schweriner Polizeiinspektion, Wilfried Kapischke. Nach der neuen Polizeistruktur, die heute in Kraft tritt, ersetzt das Neubrandenburger Präsidium die bisherigen Polizeidirektionen Stralsund, Anklam und Neubrandenburg. Das Rostocker Präsidium übernimmt die Aufgaben der ehemaligen Direktionen Schwerin und Rostock.

Zum Polizeipräsidenten in Rostock wurde Thomas Laum ernannt. Der 53-jährige Leitende Kriminaldirektor kam 1991 vom Bundeskriminalamt (BKA) in die Landespolizei. Nils Hoffmann-Ritterbusch ist Leiter des Führungsstabes. Der 48-jährige Polizeidirektor ist verheiratet und hat ein Kind.

Außerdem wurde der Jurist und Leitende Kriminaldirektor, Ingolf Mager, zum Direktor des Landeskriminalamtes (LKA) ernannt. Matthias Knöchelmann leitet von heute an als Direktor das Landesbereitschaftspolizeiamt. Chef der Wasserschutzpolizei wurde der 55-jährige Siegfried Bruß. Gerd Czyborra leitet das Landesamt für zentrale Aufgaben und Technik der Polizei.

Innenminister Lorenz Caffier lobte bei der gestrigen feierlichen Ernennung die neue Polizeistruktur, die die Neubesetzung der Ämter notwendig machte. Mit der Reform seien Führungsstrukturen verschlankt worden und 360 Polizisten könnten künftig zusätzlich in den Polizeirevieren eingesetzt werden. Gleichzeitig warnte Caffier vor einem weiteren Stellenabbau: "Mit der jetzigen Neuorganisation der Polizei ist die Belastungsgrenze beim Personalabbau erreicht." Ein weiterer Abbau von Stellen nach 2015 würde zur Folge haben, dass das Aufgabenspektrum der Polizei nicht mehr in vollem Umfang zu bewältigen seien, sagte Caffier. Die neue Polizeistruktur wurde im vergangenen Jahr im Landtag beschlossen. Danach unterstehen den beiden Präsidien insgesamt acht Inspektionen.

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