Zwei oder drei 7. Klassen? In Lübz entscheidet ein einziger Schüler

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27. August 2008, 09:11 Uhr

Lübz - Alles steht und fällt mit einem einzigen Schüler: Der entscheidet, ob die Siebtklässler am neuen Eldenburg Gymnasium in Lübz in entspannter Atmosphäre oder vollgestopften Klassenräumen lernen.
61 Schüler haben sich für das kommende Schuljahr am Gymnasium angemeldet.

61 – das sei gerade ausreichend gewesen, um drei Klassen mit jeweils 20 bzw. 21 Schülern aufzumachen. Doch nun ist von den 61 einer abgesprungen – und aus den drei ursprünglich geplanten Klassen werden nur noch zwei.

Schulleiter Horst-Dieter Schneider: „Laut Vorgabe des Bildungsministeriums darf eine Klasse erst ab 31 Schülern geteilt werden.“ Alles andere braucht Sondergenehmigungen, die nur im begründeten Ausnahmefall erteilt werden.

So werden in den neuen siebten Klassen nicht mehr 20 Schüler in einem Raum zusammen sitzen, sondern 30. Das habe große Auswirkungen auf das Lernverhalten.

Die Zusammenlegung der drei Klassen bedeutet auch, dass 30 Unterrichtsstunden wegfallen und einzweidrittel Lehrerstellen gestrichen werden müssen. „Die müssen dann an anderen Schulen im Schulamtsbezirk wie Goldberg, Plau am See oder Crivitz unterrichten“, sagt Karl-Heinz Stief, Lehrer für Sport und Französisch am Eldenburg Gymnasium.

Eltern, die bis jetzt unschlüssig waren und zwischen Regionalschule und Gymnasium hin-und herschwankten, ermutigt Schulleiter Horst-Dieter Schneider, den Schritt zu wagen und ihren Sprössling aufs Gymnasium zu schicken. „Das Abitur ist immer noch der beste Abschluss, den man kriegen kann.“

Außerdem sei das Zurückwechseln auf die Regionalschule, falls es doch nicht klappen sollte, unkomplizierter als ein späterer Wechsel aufs Gymnasium.

Eltern, die sich doch noch entscheiden, ihr Kind aufs Eldenburg Gymnasium zu schicken, sollten sich beeilen. Am Montag werden die Schülerzahlen an das Bildungsministerium in Schwerin gemeldet. Bis dahin müssen die Stunden- und Lehrereinsatzpläne stehen.

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