Zuwachs für die Arosa-Flotte

Die Arosa-Flussschiff GmbH aus Rostock baut ihre Flotte weiter aus. Das bisherige Sextett bekommt Zuwachs. Bei der Neptun-Werft wurden zwei weitere Flusskreuzer in Auftrag gegeben, die zur Saison 2009/2010 auf Rhein, Main und Mosel zum Einsatz kommen.

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15. Juni 2008, 07:45 Uhr

Rostock - Was lange währt, wird gut. Vor Wochen hatten wird bereits von den Neubauplänen der DSR-Tochter gehört. Die Verhandlungen aber zogen sich hin, nun ist es definitiv: Die Neptunwerker können nach der Ablieferung der „Premicon Queen“ auch wieder für das heimische Schifffahrtsunternehmen zwei Flusskreuzer bauen. Die zwei baugleichen Schwesterschiffe, die die Namen „Arosa Aqua“ und „Arosa Viva“ tragen werden, sind jeweils nach einjähriger Bauzeit fertig zu stellen.

Zehn Meter länger in klassischer Form
Zunächst zum August 2009 die „Arosa Aqua“, 2010 dann die „Arosa Viva“. Es handelt sich dabei um Schiffe in klassischer Ausführung, wie sie im Zeichen der Rose auf der Donau und modfiziert auf der Rhône bereits im Einsatz sind. Die Schiffe sind 135 Meter lang, 11,40 Meter breit, gehen 1,60 Meter tief und liegen 6,50 Meter über dem Wasser. Das heißt: die Schiffe sind zehn Meter länger als die bisherigen und entsprechen in der Breite den auf der Rhône. Die 100 Außenkabinen (14,50 Quadratmeter groß) sind für 204 Gäste ausgelegt. 70 Kabinen erhalten einen französischen Balkon. Ein Spa Rosa mit Außenbereich lädt zu Wellness ein. Zwei Kabinen sind für Massage und Beauty vorgesehen und auch für Fitness wird bestens gesorgt. Zu kulinarischen Reisen wurden Marktrestaurant, Bars, Café und Weinwirtschaft konzipiert.

Zur Technik: Die Brücke ist hydraulisch versenkbar. Vier Antriebe und ein Bugstrahlruder sorgen dafür, dass die Schiffe bis zu 22 Knoten schnell und gut manövrierbar sind.
Köln ist Start und Zielpunkt der neuen Destination„Nach dem Start der Arosa-Flotte auf der Donau im Jahre 2002 und der erfolgreichen Einführung der Rhôneschiffe 2005 wünschten viele Gäste und Vertriebspartner neue Schiffe und Fahrtgebiete“, so Jörg Boeckmann, Direktor Sales & Marketing der Arosa-Flussschiff GmbH. „Die Entscheidung fiel auf den Rhein als neue Destination, da dieser Fluss interessante Städte und vielfältige Routenvarianten bietet, unsere Zielgruppe optimal anspricht und die technischen Voraussetzungen hat. Wir freuen uns, mit dem innovativen und modernen Arosa-Produkt weiter zu expandieren“. Die Routen auf dem Rhein mit dem ersten Neubau „Arosa Aqua“ sind im aktuellen Katalog für 2009 ab Ende Juni in Reisebüros oder direkt bei Arosa erhältlich. Nur soviel: Start- und Zielpunkt aller Routen ist Köln. Die Fahrten gehen einmal durch Holland und Belgien Richtung Nordsee, zum anderen südlich Richtung Frankreich.

Sitz der zum DSR-Schifffahrtsbereich gehörenden Arosa-Flusschiff GmbH sind Rostock und Chur in der Schweiz. Von Chur erfolgen der operative sowie Personaleinsatz. In Rostock arbeiten Vertrieb und Marketing sowie das Arosa-Service-Center. Insgesamt 50 Landbeschäftigte haben hier ihr Tätigkeitsfeld. Über 350 Mitarbeiter sorgen für den Bordbetrieb auf den Schiffen, davon 75 im nautisch-technischen Bereich.

Die Neptun-Werft hat seit 2002 bislang zwölf Flusskreuzfahrtschiffe gebaut – neben den sechs Schiffen für Arosa auch sechs sogenannte Twin Cruiser mit zwei getrennten Schiffskörpern für die Premicon AG München. Der Bau von Binnenfahrgastschiffen ist für sie zu einem wichtigen Standbein geworden. Daneben werden Kreuzliner-Sektionen für die Meyer-Werft gefertigt und gemeinsam auch Gastanker gebaut. Bei „Clipper Hermes “ läuft das Baufinale.

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