Zuspruch gegen Freileitung bei Bürgerinitiative ungebrochen

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16. November 2008, 09:56 Uhr

Prignitz - Noch bevor überhaupt irgendein Tagesordnungspunkt der Versammlung der Bürgerinitiative (BI) "Hochspannung tief legen" angesprochen worden war, hatten fast alle Aktiven ihre Päckchen neuer Unterschriften gegen die geplante Hochspannungsfreileitung Perleberg-Gantikow-Wittstock auf den Tisch gelegt, teilte Rainer Schneewolf, Sprecher der BI in einer Pressemitteilung mit. Zu den zuvor gesammelten 444 Unterschriften sollen demnach nochmal 817 Sig naturen hinzugekommen sein. Damit verteilen sich die Unterschriften auf die ganze Trasse, wie Schneewolf informiert.

Bei einer Länge von 60 Kilometer und bisher 1261 Unterschriften sei das eine Unterschrift pro 50 Meter auf der geplanten Trasse. Da es Dörfer gebe, in denen noch nicht gesammelt werden konnte, erwartet die BI noch mehr Zuspruch. An den Endpunkten der geplanten Freileitung in Perleberg und Wittstock wollen die BI-Mitglieder laut Pressemitteilung ihre Aktivitäten noch verstärken.

Damit will die Bürgerinitiative sowohl die Ebene der beiden Landkreise als auch die Landesebene mobilisieren, heißt es weiter in der Pressemitteilung. In Schreiben an alle in den Kreistagen Prignitz sowie Ostprignitz-Ruppin vertretenen Parteien und Wählervereinigungen habe die BI noch vor der Kommunalwahl um Stellungnahme zur Problematik der geplanten Freileitung gebeten und einen Runden Tisch vorgeschlagen.

Laut Presseschreiben kamen positive Antworten bisher aus beiden Landkreisen von der CDU, den Linken und den Grünen. Die Bürgerinitiative gehe davon aus, dass sich auch die noch fehlenden Parteien einem gemeinsamen Vorgehen gegen die Freileitung nicht verschließen werden. Den Termin für den Runden Tisch plant die Bürgerinitiative für Ende Januar.

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