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Weniger Förderung als erhofft für Klosterverein Rehna : Zuschussgeschäft Kultur

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Eine neue Diskussion über die finanzielle Förderung von kulturellen Veranstaltungen hat in der Stadt Rehna begonnen. Dabei geht es auch um die Frage, wie hochwertig Konzerte künftig noch sein dürfen.

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erstellt am 19.Feb.2013 | 10:38 Uhr

Eine neue Diskussion über die finanzielle Förderung von kulturellen Veranstaltungen hat in der Stadt Rehna begonnen. Dabei geht es auch um die Frage, wie hochwertig Konzerte sein sollten und wie viel Geld die Stadt Rehna dafür bereitstellen will?

Geht es nach den Vorstellungen des Klostervereins Rehna soll beispielsweise das Musiktheater im Nonnengarten in diesem Jahr mit 1000 Euro von Seiten der Stadt unterstützt werden. Aus Sicht der Vereinsvorsitzenden Eva Doßmann sei dieses Musiktheater ein Stück touristische Werbung. "Man kann glücklich sein, dass der Verein das für die Stadt macht. Gäste nehmen diese Veranstaltungsreihe zunehmend an. Der Einzugsbereich ist auch Lübeck, Ratzeburg und Hamburg, wo finanzkräftiges Publikum ist, das auf Kultur scharf ist", verdeutlicht Doßmann. Unterstützung erhält sie auch von Monika Reh aus Nesow: "Eine Stadt wird erst dann zu einer Stadt, wenn es hier Kultur gibt. Wenn sie wegfällt, kann Rehna einpacken."

Mit dem amtierenden Vorsitzenden des Kultur- und Sozialausschusses, Matthias Maack, ist ein 1000-Euro-Zuschuss der Stadt für das Musiktheater nicht zu machen. "Müssen es hochwertige Veranstaltungen sein, die nicht kostendeckend sind", fragt sich Maack. Man solle versuchen, Künstler nicht zu teuer einzukaufen oder stattdessen über eine Anhebung der Eintrittspreise nachdenken. In Aussicht stellt Maack dem Klosterverein eine Förderung von 500 Euro aus einem Sonderfonds, was auch von den Mitgliedern des Kultur- und Sozialausschusses mitgetragen wird. Grünes Licht soll die Stadtvertretung geben.

Die Rehnaerin Eva Doßmann muss zudem mit einer weiteren Halbierung einer erhofften Fördersumme leben. So ist der Kultur- und Sozialausschuss nicht bereit, 500 Euro anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Stadtchores Rehna zur Verfügung zu stellen - Leiterin dieses Chores ist Eva Doßmann. Ihr und den sangeskräftigen Mitstreitern werden 250 Euro in Aussicht gestellt. Geplant ist am 4. Mai ein Konzert in der Klosterkirche mit "The Goethels".

Bürgermeister Hans Jochen Oldenburg kündigt an, dass sowohl der Klosterverein als auch der Stadtchor die 500 bzw. 250 Euro erhalten. Eine höhere zusätzliche Fördersumme sei wegen der aktuellen Haushaltslage nicht möglich. "Dieses Jahr ist die finanzielle Lage eben nicht berauschend", sagt Oldenburg. Die Stadt wolle dennoch daran festhalten, dass auch 2013 insgesamt 10 000 Euro für Vereine zur Verfügung gestellt werden. "Diese Summe haben wir eingeplant und wir wollen daran nicht rütteln. Denn wir wollen, dass Kindern und Jugendlichen vernünftige Freizeitangebote durch die Vereine bereitgestellt werden."

Aufgrund des geringen finanziellen Spielraums hat der Finanzausschuss der Stadt Rehna inzwischen ein anderes Vorhaben auf Eis gelegt: die Bezuschussung verschiedener Bauobjekte am Kräutergarten in Höhe von 3200 Euro. Statt Fördergelder zu zahlen, ist angeregt worden, dass Baumaterialien vom Amtshof geholt werden können. Einen Vor-Ort-Termin mit Mitgliedern des Klostervereins gibt es nach Angaben Oldenburgs bereits heute um 15 Uhr.

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