Zurück als Astronaut

Nach acht Jahren Musikpause hat Udo Lindenberg gestern in der Stadthalle eine Deutschland-Tour gestartet. Im Gepäck sein neues Album „Stark wie Zwei“, bot er seinen Fans neben anstachelnden Texten auch eine moderne Bühnenshow. Heute gleich nochmal. An beiden Tagen: ausverkauft.

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06. Oktober 2008, 09:31 Uhr

Rostock - Er ist wieder da. Udo Lindenberg, der Mann mit der rauchigen Stimme, der Mann mit Hut und Hauptwohnsitz Hotel „Atlantic“ in Hamburg kehrt nach acht Jahren musikalischer Pause mit Karacho auf die Bühne zurück. Auf die Bühne der Rostocker Stadthalle, dort hat er gestern seine Deutschland-Tour zum neuen Album „Stark wie zwei“ eröffnet.

Auf Anhieb hat sich das Album einen Platz an der Chartspitze ergattert. Wochenlang. Und mehr noch: Mit dem Hit „Wenn Du durchhängst“ landet Lindenberg seine erste Nummer-Eins-Single überhaupt. Dieser Erfolg passt zum Lebensmotto des 62-Jährigen: „Die Überholspur, das ist mein Weg. Immer nach vorne schauen.“ Bloß nicht verzagen. „Leidensgejaule bringt nicht weiter“, sagt Lindenberg. Er könne sie nicht ertragen, „diese Vorboten des nahenden Todes“. Nicht erschöpfte und kranke Menschen meine er damit, sondern alte Menschen, die durchhängen, allein weil sie alt sind. Lindenberg hält dagegen und singt „Der Greis ist heiß.“ Und wie heiß, Lindenbergs Auftritt in der Rostocker Stadthalle war keiner von damals, keine Clubbühne. Der Sänger samt Panikorchester lieferte eine Technik-Show. Eine Revuebühne mit Treppen, Seitenarmen und doppelten Vorhängen. Lindenberg kam als Astronaut – aus 20 Metern Höhe im Raketenlift.

Beinahe gefährlich sei dieser Auftritt. Betrunken auf die Bühne kommen, das könne man sich ja heute gar nicht mehr trauen. „Knallefit“ müsse Lindenberg sein, trinke vor Auftritten „nur ein bisschen Lindenblütentee und einen Schluck Wody Wodka“. Der müsse wohl sein. Dem Alkohol habe er schließlich auch seine whisky-geräucherte Stimme zu verdanken. „Die ist doch auch nicht schlecht, oder?“

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